Biokunststoff

Biokunststoffbeutel können Umweltbelastungen mildern

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Erdölsubstitution hat Vorrang vor Düngewirkung

Jedoch schränkt das BMUB ein, dass zur Beurteilung die ökologischen Vorteile der Beutel nicht allzu relevant seien. Man führt an, dass der unter aerober Behandlung der BAW-Beutel verbleibende Rückstand im Hinblick auf eine bodenbezogene Verwertung gering und ohne Humuseigenschaften sei. Die abfallwirtschaftliche Verwertung als Düngemittel oder Bodenverbesserungsstoff bleibe deshalb zu bezweifeln. Das Ministerium betont, dass die saubere und hygienische Sammlung der Bioabfälle im Haushalt und in der Biotonne möglich ist – insbesondere bei sehr feuchten und nassen Bioabfällen, wie gekochten Speisen und Essensresten. Speziell letztere Bioabfälle seien energiereich und für die Vergärung sehr gut geeignet. Dem BMUB am Herzen liegt auch die Erdölsubstitution. Auch sollten die BAW-Kunststoffbeutel möglichst vollständig biobasiert und unter Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten hergestellt sein, um durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe fossile Ressourcen (Erdöl) zu schonen, so das BMUB.

Es zeigt sich einmal mehr, dass sich seit dem Einsetzen der Diskussion um Biokunststoffe vor etwa zehn Jahren die komplexe Auseinandersetzung um das Thema mit den so facettenreichen Werkstoffen geblieben ist. Inzwischen kristallisieren sich dabei außer Marketingargumenten Anwendungen heraus, die unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu deutlichen Vorteilen führen. MM

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