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Bitkom Studie Bitkom Studie zeigt beginnende Ernüchterung in der Start-up-Nation Deutschland

| Redakteur: Melanie Krauß

Bei deutschen Start-ups macht sich Ernüchterung über die Politik breit. Laut einer Umfrage von Bitkom Research setzt sich bei den Gründern offenbar das Gefühl durch, dass es die Politik nicht wirklich ernst meint mit der Start-up-Nation Deutschland.

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Bitkom Research befragte insgesamt 302 IT- und Internet-Startups in Deutschland. Die Fragestellungen lauteten unter anderem „Wie hat sich die Situation für euer Startup in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren eurer Meinung nach verändert?“ und „Was kann Politik überhaupt für Startups leisten?“.
Bitkom Research befragte insgesamt 302 IT- und Internet-Startups in Deutschland. Die Fragestellungen lauteten unter anderem „Wie hat sich die Situation für euer Startup in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren eurer Meinung nach verändert?“ und „Was kann Politik überhaupt für Startups leisten?“.
(Bild: gemeinfrei (Pixabay, rawpixel) / CC0)

Aktuell sagen zwar 9 von 10 Start-ups (89 %) laut Bitkom-Studie, dass Politik die Bedingungen für Start-ups in Deutschland entscheidend verbessern kann, aber zugleich sagen fast ebenso viele (86 %), der Politik fehlt das Verständnis für die Probleme von Start-ups. Entsprechend fordern drei Viertel (74 %): Politik sollte Start-ups möglichst große Freiräume ermöglichen und sich ansonsten raushalten.

„Startups wissen, dass sie in vielen Bereichen auf die Politik angewiesen sind. Dabei geht es nicht vordergründig um finanzielle Förderung. Vor allem leiden innovative Tech-Startups ganz besonders unter Überregulierung etwa in der Finanz- oder Gesundheitsbranche und übermäßig strenger Auslegung von Datenschutzvorgaben, die Entwicklungen im Bereich Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz gerade mit Blick auf Wettbewerber aus den USA oder China beeinträchtigen“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Aktuell geben nur noch 4 von 10 Startups (44 %) an, dass sich ihre eigene Situation in den vergangenen zwei Jahren verbessert hat. Vor einem Jahr war der Anteil mit 54 % noch deutlich höher. Große Hoffnung haben die Startups mit Blick auf den Koalitionsvertrag nicht. Der Vertrag mit 25 Einzelmaßnahmen, von denen Startups profitieren könnten, bekommt von den Gründern nur die Schulnote Vier. 79 % gehen davon aus, dass allenfalls wenige Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden. „Das Vertrauen der Startups in die Politik schwindet. Es gibt nur ein Mittel, das zu ändern: Startup-Politik nicht nur aufschreiben, sondern machen“, so Berg.

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