Kantenbearbeitung Blechkanten fräsen für Windtürme

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Grobbleche für Offshore-Windtürme müssen enormen Anforderungen standhalten. Nicht umsonst vertrauen führende Hersteller von Windturm-Stahlfundamenten dabei auf Frästechnik von Linsinger.

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(Bild: Linsinger)

Die Windkraftnutzung vor den Küsten (Offshore-Windparks) boomt: 2019 war bisher das zweitstärkste Jahr in der weltweiten Windkraftgeschichte – ein Zuwachs von 19 Prozent wurde im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Insgesamt war Ende des Jahre 2019 eine Nennleistung von knapp 651 GW installiert, 29,1 GW davon Offshore. Dieser Trend wird sich mit Sicherheit fortsetzen.

Mehr noch als an Land, stellen solche Windtürme auf See höchste Anforderungen an Materialien und Technologie. Das gilt vor allem auch für die verwendeten Stähle und Grobbleche. Unsere Kunden zählen zu den bedeutendsten Lieferanten von kantengefrästen Blechen für Windkraftanlagenhersteller. Sie setzen auf Blechplattenfräsanlagen von Linsinger.

Komplexe Blechformen bearbeiten

Die neuste Plattenkantenfräsmaschinen-Generation PFM PT von Linsinger ermöglicht die Kantenbearbeitung an allen 4 Seiten (2 Längs- + 2 Querseiten) einer Platte in einer Aufspannung. Durch die „Linsinger Thick Chip Milling Technology“ wird ein hoher Vorschub bei geringstmöglichen Werkzeugkosten gesichert, wie das Unternehmen mitteilt.

Mit dieser Technologie lassen sich bis zu 200 mm dicke Bleche mit einer maximalen Länge von 12.000 mm sowie 4.200 mm Breite und einem Gewicht bis zu 45 t bearbeiten, wie es weiter heißt. Durch das Portalfräskonzept und den Magnetspanneinheiten sei höchste Flexibilität gegeben und es können auch komplexe Blechformen wie Trapez- und Bogenbleche (zum Beispiel für die Schiffs- und Windturmindustrie) bearbeitet werden. Verjüngungen können ebenfalls gefräst werden. Für nichtmagnetische und komplexe Materialien wie Edelstahl, hochlegierte Stähle, Duplex- und Super-Duplex-Legierungen sind spezielle Spanntische erhältlich. Optionale Minimalmengenschmierstoff-Sprühdüsen sorgen für eine wirtschaftliche Bearbeitung auch dieser Materialien, wie es weiter heißt.

Auch bei kleinen Losgrößen wirtschaftlich

Je nach benötigter Produktivität kann die Bearbeitung der vier Kanten mit einer oder zwei Fräseinheiten erfolgen. Die beiden Längsseiten werden gleichzeitig bearbeitet, was den Durchsatz und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage entscheidend erhöht (maximale Fräsgeschwindigkeit: 10 m pro Minute). Das Blech wird mittels einer von Linsinger entwickelten Koordinatenmatrix schnell und einfach ausgerichtet und durch vorpositionierte Magnete fixiert, so Linsinger weiter. Hochgenaue Antriebstechnik, eine CNC-Steuerung und das ebenfalls im Hause Linsinger entwickelte Maschinenprogramm sind weitere Faktoren, die Präzision am Werkstück und geringste Plattentoleranzen ermöglichen, wie es weiter heißt.

Zugleich ermöglichen alle Linsinger-Plattenfräsen die Verwendung spezieller Fräsköpfe, die in Sandwichbauweise ausgeführt werden können und Flexibilität bei den Schweißprofilformen erlauben. Optionen wie automatische Werkzeugwechseleinrichtungen, automatische Belade- und Entladesystem runden den Grad der Automatisierung ab. Das mache die Produktion selbst bei geringen Losgrößen ökonomisch, gegebenenfalls sogar bei einem einzigen Stück. „

 

Mehr Effizienz im Presswerk

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