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Blechteile schneller und sicherer entwickeln

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Dadurch ist es gelungen, die Durchlaufzeiten von früher vier Monaten auf weniger als zehn Wochen zu reduzieren. Voraussetzung für die überlappende Arbeitsweise in Entwicklung und Fertigung war der frühzeitige Einsatz eines 3D-CAD-Systems.

3D-CAD-Software war Vorbild für viele Kunden

Die Konstrukteure in Kornwestheim arbeiten seit den Anfängen der ehemaligen Frintrop GmbH im Jahr 1993 mit der expliziten Modellierungs-3D-Software Cocreate Modeling und waren in puncto 3D Vorbild für viele Kunden. Seitdem schätzen sie die explizite Modelliertechnik der Software.

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Sie bietet ihnen gerade bei Konstruktionsänderungen ein Maximum an Freiheit, weil sie erstens nicht auf die Entstehungsgeschichte der Modelle Rücksicht zu nehmen brauchen und zweitens Fremddaten von Auftraggebern und Zulieferern problemlos weiterverarbeiten können. Drittens bietet die Lösung leistungsfähige Funktionen für die Konstruktion und Abwicklung von Blechteilen, wie Frintrop betont: „Wir leiten aus dem 3D-Modell heute unsere ganzen Prozessdaten ab, das heißt die Daten für den Laserzuschnitt, die Biegedaten, aber auch Massen und Festigkeiten für Finite-Elemente-Berechnungen.“

Mez Frintrop nutzt sowohl das integrierte Berechnungsmodul als auch eine separate Lösung für komplexere Finite-Elemente-Analysen, zum Beispiel die Erdbeben-Berechnungen, die heute in bestimmten Ländern Pflicht sind.

Ursprüngliche CAD-Software konnte Nachbearbeitungen nicht verhindern

Obwohl die Umhausungen vollständig in 3D modelliert werden, so dass die Konstrukteure die Passgenauigkeit der einzelnen Komponenten schon am Rechner kontrollieren können, kam es in der Vergangenheit immer wieder mal zu Bauteilkollisionen. Sie fielen meist erst bei der Montage auf und verursachten einen relativ hohen Nachbearbeitungsaufwand.

Ursache waren oft Änderungen an Einzelteilen, die mangels eines zentralen Datenmanagements nicht sofort auf der Ebene der Komplettbaugruppe nachvollzogen wurden und auch nicht automatisch zur Sperrung der möglicherweise betroffenen Fertigungsunterlagen führten. Die Konstrukteure legten ihre CAD-Daten zwar in zentralen Projektordnern ab, aber man konnte nie sicher sein, dass es sich um den letzten Stand handelte. Die Teile waren auch nicht für die Anwender an anderen Standorten sichtbar, was die standortübergreifende Collaboration einschränkte.

Kunden geben oft kurzfristige Änderungen in Auftrag

Der Änderungsaufwand hat in den letzten Jahren stark zugenommen, weil die Kunden von Mez Frintrop die Umhausungen oft schon in Auftrag geben, bevor ihre Maschine oder Anlage komplett fertig ist. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, zu einem relativ späten Zeitpunkt noch Änderungen an den Umhausungen vorzunehmen.

„Durch den Einsatz einer Datenbank wollten wir unsere Änderungsabläufe während des Projekts verbessern, um später Änderungen umsetzen zu können, ohne dass es zu Bauteilkollisionen oder anderen Problemen kommt“, sagt Frintrop. Diese Flexibilität brauche man, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Das CAD-Datenmanagement wurde in das ERP-System eingebunden

Als Lösung für die datenbankgestützte Verwaltung der Konstruktionsdaten führte der Metallbearbeiter Anfang 2008 die PTC-Software Cocreate Model Manager ein. Ausschlaggebend für die Systementscheidung und die Wahl von Implementierungspartner Inneo war, dass das Ellwanger Systemhaus mit I-Factory eine funktionierende Schnittstelle zwischen dem Model Manager und dem ERP-System Pro-Alpha anbieten und auch entsprechende Referenzen vorweisen konnte.

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