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Blechteile schneller und sicherer entwickeln

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Pro-Alpha ist bei Mez Frintrop das führende System für die Anlage der Teilestämme und die Pflege der Stücklisten. „Eine Anbindung an das neue CAD-Datenmanagement war zwingend notwendig, um Prozesse wie die Freigabe oder die Versionierung der Daten automatisieren zu können“, sagt Projektleiter Milomir Bilbija.

Stücklisten früher manuell im ERP-System angelegt

In der Vergangenheit füllten die Konstrukteure ihre Zeichnungen beziehungsweise deren Schriftfelder manuell aus, übergaben sie an das ERP-System und verknüpften sie dort von Hand mit dem Teilestamm. Auch ihre Stücklisten legten sie manuell im ERP-System an.

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Bei Änderungen mussten sie die Teile eigenhändig sperren und nach abgeschlossener Änderung auch wieder freigeben. Protokolliert wurde die Änderung in einer Exceldatei, die im Projektordner abgelegt wurde. Ein relativ umständlicher, fehleranfälliger und zeitraubender Prozess.

Datenaustausch zwischen PDM- und ERP-System ermöglicht

Die von Inneo an die Anforderungen von Mez Frintrop angepasste Schnittstelle ermöglicht heute den bidirektionalen Datenaustausch zwischen PDM- und ERP-System. Ausgehend von der Konstruktion wird in Cocreate Model Manager eine Rohstückliste erzeugt und einmalig an Pro-Alpha übergeben, wo sie weitergepflegt und versioniert wird.

Die Materialstämme legt der Konstrukteur direkt im ERP-System an und übergibt die Stammdaten dann als XML-File an das PDM-System, um sie mit dem CAD-Datensatz zu verknüpfen. Dazu wandelt er die Entwicklungsnummer, unter der er das Bauteil angelegt hat, in die Artikelnummer um. Über I-Factory werden die Stammdaten automatisch um Angaben aus dem PDM-System wie das Gewicht des Einzelteils ergänzt, so dass man in Pro-Alpha nachher das Gewicht der Gesamtbaugruppe berechnen kann.

Zeichungen einschließlich Metadaten von CAD für PDM und ERP

Wenn der Konstrukteur in Cocreate Model Manager eine Zeichnung freigibt, erzeugt I-Factory ein PDF-Dokument, das in der PDM-Datenbank abgelegt und parallel dazu für den Import in das ERP-System bereitgestellt wird. Zusammen mit dem PDF werden die Metadaten einschließlich der Status- beziehungsweise Änderungsinformationen an das ERP-System übergeben. Zusätzlich erzeugt die Schnittstelle von jeder Schneidkontur auf der Zeichnung eine separate DXF-Datei, die ebenfalls auf einem Fileshare-Bereich abgelegt wird, so dass sie von Pro-Alpha abgegriffen werden kann.

Der Änderungs-Workflow wird aus dem PDM-System angestoßen, wobei die Programmierer von Inneo auf Wunsch des Kunden zwei Eskalationsstufen eingerichtet haben. „Wenn der Konstrukteur eine bereits freigegebene Konstruktion ändert, die noch nicht in der Arbeitsvorbereitung vorliegt, braucht er die Zeichnung nur zu versionieren“, erläutert Bilbija. „Wird sie schon in der Produktion verwendet, löst er eine harte Sperre aus, die einen unmittelbaren Statuswechsel der Unterlagen im ERP-System zur Folge hat. Die Kollegen in der Arbeitsvorbereitung werden dann automatisch per E-Mail alarmiert, dass das Teil auf keinen Fall bearbeitet werden darf.“

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