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Blechteile schneller und sicherer entwickeln

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Bei den ersten Projekten haben die Anwender ihre Modelle relativ spät in die Datenbank eingecheckt, weil sie irrtümlicherweise davon ausgingen, dass das Datenhandling dadurch erschwert würde. Diese Befürchtung hat sich aber nicht bewahrheitet, wie Frintrop sagt: „Ich war positiv überrascht, wie unkompliziert das Einpflegen der Modelle ist, und würde sie deshalb künftig viel früher der Datenverwaltung unterstellen. Das umso mehr, als wir die Benennung von Einzelteilen und Werkstoffen durch Auswahllisten noch einfacher machen werden. Zu meiner Überraschung sind auch die Ladezeiten sehr akzeptabel, obwohl wir mit einer zentralen Datenbank für Metadaten und CAD-Files arbeiten.“

CAD-Anwender greifen auf zentralen Server zu

Cocreate Model Manager läuft in einer Windows-2003-Umgebung auf einem zentralen Server in Reutlingen-Gönningen, der zugleich als Daten- und Lizenzserver dient. Außerdem sind auf dem Rechner die I-Factory-Schnittstelle und die Software I-Plot installiert, die unter anderem dazu dient, nach Projektabschluss die Unterlagen zusammenzufassen und auf einem digitalen Datenträger auszugeben.

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Die Anwender an den drei Standorten greifen über eine 4-Mbit-Standleitung auf die PDM-Datenbank zu. Insgesamt stehen ihnen dafür zehn gleichzeitig nutzbare Model Manager-Clients zur Verfügung.

Siebenköpfiges Team implementiert PDM-Software

Implementiert wurde die PDM-Software von einem siebenköpfigen Projektteam unter Leitung von Milomir Bilbija, in dem die Fachleute von Inneo eine führende Rolle spielten. Zusammen mit erfahrenen Anwendern und Vertretern des ERP-Anbieters legten sie die Projektziele und Meilensteine für ihre Umsetzung fest, definierten die neuen Freigabe- und Änderungsabläufe und programmierten die dafür erforderlichen Schnittstellen-Funktionen.

Projektleiter Bilbija lobt die professionelle Projektabwicklung und die gute Atmosphäre innerhalb des Teams und auch Henry Frintrop ist mit der Leistung des PTC-Partners sehr zufrieden: „Die Leute von Inneo kannten sich aus und haben sofort verstanden, was wir wollten. Dadurch war die Zusammenarbeit sehr unkompliziert.“

Altdaten werden je nach Bedarf weiter mit verwendet

Nach ausgiebigen Tests und intensiven Anwenderschulungen wurde die neue Software Ende 2008 produktiv geschaltet. Das bedeutet allerdings nicht, dass alle Projekte seitdem datenbankgestützt abgewickelt werden.

Die Entscheidung trifft der zuständige Projektmanager in Abhängigkeit davon, ob bei einem Projekt viel neu entwickelt werden muss oder ob man Teile einer bestehenden Umhausung wieder verwenden kann. Mez Frintrop hat die Altdaten nicht auf einen Schlag migriert, sondern entscheidet von Fall zu Fall, welche Komponenten in die Datenbank übernommen werden.

PDM-Unterstützung senkt Fehlerquote deutlich

Bislang haben die Verkleidungsspezialisten rund 20 Projekte mit Hilfe von Cocreate Model Manager realisiert: „Anwender, die einmal mit der PDM-Unterstützung gearbeitet haben, sind von den Vorzügen überzeugt. Sie erkennen sehr schnell, dass sie die Daten viel sicherer handeln und sich gegenseitig besser zuarbeiten können“, sagt Frintrop. „Wir stellen außerdem fest, dass unser Prozess um einiges effizienter läuft. Die Fehlerquote hat sich um mindestens 50% verringert, so dass der Nachbearbeitungsaufwand deutlich gesunken ist und wir in der Montage viel schneller sind.“

Frintrop geht davon aus, dass sich die Projektlaufzeiten durch den effizienteren Änderungsablauf spürbar reduzieren werden, auch wenn die Konstrukteure davon vielleicht nicht so viel spüren werden: „Zeit sparen wir hinten im Prozess, dadurch dass die richtigen Daten schneller an die richtige Stelle gelangen.“ Derzeit arbeitet das Unternehmen daran, die neuen Workflows durch Makros weiter zu optimieren.

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