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China Market Insider Blicken deutsche Unternehmen jetzt mit mehr Realismus auf China?

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork

Was sind aktuell die drückendsten Sorgen deutscher Unternehmen in China und wo sehen sie die größten Chancen? Eine aktuelle Umfrage zum Chinageschäft liefert überraschende Erkenntnisse.

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(©Eisenhans - stock.adobe.com)

Einen neuen Schuss „Realismus“ im Chinageschäft wollen die deutsche Außenhandelskammer Nordchina (AHK Nordchina) und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in einer Umfrage ermittelt haben. Obwohl die chinesische Wirtschaft im vergangenen Jahr erneut stark gewachsen ist – weit stärker als jede andere große Volkswirtschaft der Erde – seien die Erwartungen deutscher Unternehmen in der Volksrepublik „weniger optimistisch“ als noch ein Jahr zuvor, heißt es im „Business Confidence Survey“, den die Wirtschaftsprüfer im Auftrag der deutschen Handelskammer in Nordchina unter deren Mitgliedern in China durchgeführt hat.

„Ein neuer Realismus kommt zum Vorschein, was neue Chancen in China betrifft, die starke Positivität von früher ersetzend“, heißt es in der Studie. Dieses Urteil der Autoren stützt sich offenbar auf die Litanei von Sorgen und Beschwerden, die im Kreise der deutschen Kaufmannschaft traditionell grassieren und – wenn überhaupt – nur vorsichtig in anonymen Umfragen dieser Art geäußert werden. Öffentlich haben fast alle deutschen Manager in China stets nur Gutes über China zu sagen.