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Kooperation BME baut Aktivitäten in Westchina aus

| Redakteur: Gary Huck

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) will seine Aktivitäten in Westchina ausbauen. Der Verband hat den Zuschlag für ein Förderprojekt in der Region erhalten.

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Auf dem 2. „Sino-German Procurement 4.0 Summit“ im Juli 2018 in Chengdu war der BME mit einer großen Unternehmerdelegation vor Ort.
Auf dem 2. „Sino-German Procurement 4.0 Summit“ im Juli 2018 in Chengdu war der BME mit einer großen Unternehmerdelegation vor Ort.
(Bild: BME e. V.)

Im Rahmen des Projekts wird der BME laut Dr. Silvius Grobosch, Hauptgeschäftsführer des BME, mit dem Institut für Automatisierung und Industrie Technologie (IAIT), Regierungsorganisationen der Provinz Sichuan und der Stadt Chengdu sowie der „Sino-German Cooperation Zone“ kooperieren. Zunächst werde das Potenzial des westchinesischen Beschaffungsmarktes ermittelt. Im nächsten Schritt sollen Lieferanten aus der Region dann mit interessierten Unternehmen zusammengeführt werden. Um das zu realisieren, baue man derzeit unter dem Motto „Beschaffungsnachfrage trifft auf Angebote der Region“ eine onlinebasierte „Sino-German Procurement Platform“ auf.

Chengdu als wirtschaftlicher Knotenpunkt

Mit der Initiative reagiert der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik auf das im Jahr 2013 ins Leben gerufene Staatsprojekt „Neue Seidenstraße“. Im Rahmen dieses Projekts sollen neue Handelsrouten zwischen Asien, Afrika sowie Europa geschaffen und alte wiederbelebt werden. Es handele sich um das größte Investitionsprojekt in der Geschichte Chinas. „Der BME hat das Thema Ende Juli 2018 in den Mittelpunkt des 2. ,Sino-German Procurement 4.0 Summit‘ in Chengdu gestellt“, sagt Riccardo Kurto, China-Beauftragter beim BME. Chengdu gelte als einer der wirtschaftlichen Knotenpunkte der von der politischen Führung Chinas ins Leben gerufenen „Belt-and-Road-Initiative“. Bei dem Gipfeltreffen gelang es nach Angaben des Verbandes, Einkäufer namhafter Industrieunternehmen wie Reyher, Airbus, FCA, Schaeffler und Phoenix Contact für Geschäftsmöglichkeiten in Westchina zu sensibilisieren.

„Für deutsche und europäische Unternehmen ist diese Initiative besonders interessant, da Chengdu eine rasant wachsende Wirtschaftsregion ist, in der die chinesische Zentralregierung massiv in Infrastruktur und Wirtschaft investiert“, erklärt Thomas Nolting, Geschäftsführer von IAIT.

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