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Messe Euroguss 2014 BMW-Leichtmetallgießerei räumt zwei von drei Euroguss-Awards ab

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Leichtmetallgießerei des BMW-Werks Landshut ist auf der Fachmesse Euroguss in Nürnberg mit dem ersten und dritten Preis des Internationalen Aluminium-Druckguss-Wettbewerbs ausgezeichnet worden. Gold holte der Hinterachsträger des BMW i3. Bronze ging an das Kurbelgehäuse der neuen Generation von luft- und wassergekühlten Boxermotoren, wie der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie mitteilt.

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Das Team der BMW-Leichtmetallgießerei Landshut freut sich über den Sieg bei den Euroguss-Awards.
Das Team der BMW-Leichtmetallgießerei Landshut freut sich über den Sieg bei den Euroguss-Awards.
(Bild: BDG)

Der neuartige Hinterachsträger im Drive-Modul des BMW i3 punktete mit seinen neuen Bauteilgeometrien. Diese wurden nötig, weil das Elektrofahrzeug eine Karosserie aus Carbon sowie ein Fahrgestell oder Drive-Modul aus Aluminium hat, wie es weiter heißt. Der Hinterachsträger integriere diverse Funktionen in einem Bauteil und sei gleichzeitig leichter als eine vergleichbare Schweißkonstruktion aus Alublech. Darüber hinaus würden bei der Produktion Zeit und Kosten gespart.

Bauteile beim neuen Kurbelgehäuse von sechs auf eines reduziert

Beim Kurbelgehäuse der neuen luft- und wassergekühlten Boxermotoren, die in den BMW Motorrädern R1200 GS zum Einsatz kommen, handelt es sich laut Mitteilung um eine Revolution des Motorkonzepts, das mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Verbrauch ermöglicht. Im Vergleich zum Vorgängermodell sei es gelungen, sechs Einzelbauteile des Kurbelgehäuses in nur eines zu integrieren.

Darüber hinaus komme hier das Lichtbogendrahtspritzenverfahren zum Einsatz. Dieses neuartige Verfahren zur Beschichtung der Zylinderlaufbahnen wurde in der Landshuter Leichtmetallgießerei entwickelt und bietet signifikante Vorzüge wie einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch und optimale Verschleißeigenschaften, wie der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie berichtet. „Ich bin sehr stolz, dass wir die Jury mit unseren innovativen Produkten überzeugt haben. Mein Dank gilt der gesamten Mannschaft, denn Kreativität und Teamgeist sind die Voraussetzung jeder Innovation“, sagte Martin Schübel, Leiter Leichtmetallgießerei.

BMW-Werk Landshut muss als Komponentenstandort auf Innovationen setzen

„Für das BMW-Werk Landshut als Komponentenstandort führt der Weg in die Zukunft nur über Innovationen. Die Zweifachauszeichnung mit dem internationalen Fachpreis ist für uns eine wunderbare Bestätigung dafür, dass hier in Landshut die besten Gießer der Welt arbeiten“, meinte Standortleiter Ralf Hattler.

Der Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) schreibt den Internationalen Wettbewerb für Aluminium-Druckguss jährlich aus, wie es heißt. Partner bei der Durchführung des Wettbewerbs seien der Bundesverband der Deutschen Gießereiindustrie (BDG) und die European Aluminium Association (EAA). Kriterien für die Bewertung der eingereichten Gussstücke beim Aluminium-Druckguss-Wettbewerb seien die druckgussgerechte Konstruktion und die Verwendung von Recyclingaluminium. Gussstücke, die den Anforderungen an Qualität, Aktualität, innovative Lösungsansätze und technischen Fortschritt entsprechen, würden prämiert.

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