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Carbon-Werkstoffe BMW und SGL Carbon gründen Joint-Venture

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die SGL Group, Wiesbaden, und der Autohersteller BMW Group, München, haben ein Joint-Venture zur Produktion von Carbonfasern und deren Weiterverarbeitung zu Gewebestrukturen für den Automobilbau gegründet. An dem Gemeinschaftsunternehmen hält SGL einen Anteil von 51%, BMW von 49%, wie das Wiesbadener Unternehmen am Donnerstag mitteilt.

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Carbon-Werkstoffe werden im Automobilbau immer wichtiger. Deshalb haben BMW und SGL ein Joint-Venture gegründet, um die Produktion im großen Maßstab aufzunehmen. Bild: SGL
Carbon-Werkstoffe werden im Automobilbau immer wichtiger. Deshalb haben BMW und SGL ein Joint-Venture gegründet, um die Produktion im großen Maßstab aufzunehmen. Bild: SGL
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Rahmen des Joint-Ventures ist der Aufbau von zwei neuen Werken, in Nordamerika für die Carbonfaserproduktion und in Deutschland für die nachfolgende Verarbeitung zu Gewebestrukturen, geplant, heißt es weiter. In der ersten Ausbaustufe seien dafür Investitionen von 90 Mio. Euro für beide Produktionsstätten vorgesehen. Durch das Gemeinschaftsunternehmen würden über 180 neue Arbeitsplätze entstehen. In der letzten Ausbaustufe werde mit einem jährlichen Verbrauch an Carbonfasern und daraus gefertigten Gewebestrukturen von mehreren Tausend Tonnen gerechnet.

Carbonwerkstoff-Produktionstätten werden ab kommendem Jahr gebaut

Mit dem Aufbau der Produktionsstätten wird 2010 begonnen, wie SGL weiter ankündigt. Der Produktionsbeginn sei für die erste Hälfte des kommenden Jahrzehnts vorgesehen. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

Robert Koehler, Vorstandsvorsitzender der SGL Group, erläutert: „Dieses Joint-Venture mit der BMW Group ist ein Meilenstein für den Einsatz von Carbonfasern im industriellen Maßstab in der Automobilindustrie.“ Carbonfasern würden damit erstmals eine bedeutende Rolle in der automobilen Serienproduktion übernehmen. Dies zeige, dass die Carbonfasertechnik in der Materialsubstitution hin zu leichteren Werkstoffen immer wichtiger werde und dazu beitrage, CO2-Emissionen zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen.

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