Bosch Blue Innovation Summit Bosch Blue Innovation Summit erinnert an iPhone-Vorstellung von Apple

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Show, Spiel, Veranstaltung und neue Werkzeug-Features. Das in etwa trifft den Tenor des Bosch Innovation Summit 2016 in Frankfurt. Unter dem Motto „Let’s build tomorrow“ stellte Bosch den Besuchern die Zukunft der Profi-Elektrowerkzeuge vor.

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Der Bosch Blue Innovation Summit 2016 in Frankfurt bot Interessenten aus den verschiedensten Branchen die Möglichkeit, sich unter anderem sich vom Mehrwert der neuen vernetzten Geräte zu überzeugen.
Der Bosch Blue Innovation Summit 2016 in Frankfurt bot Interessenten aus den verschiedensten Branchen die Möglichkeit, sich unter anderem sich vom Mehrwert der neuen vernetzten Geräte zu überzeugen.
(Bild: Sonnenberg)

Im Zentrum der Veranstaltung standen sieben neue vernetzte Geräte, die Bosch Power Tools ab Herbst 2016 anbietet: einen Kombilaser, jeweils zwei Bohr- und zwei Schlagbohrschrauber, einen Winkelschleifer sowie ein Baustellenlicht. Zwei Laser-Entfernungsmesser und ein Thermodetektor, die durch die Kopplung mit mobilen Endgeräten die Dokumentation erleichtern, sind bereits erhältlich.

Die Geräte sind konsequent auf die Bedürfnisse der Verwender zugeschnitten. „Das nennen wir den User-Experience-Ansatz. Wir binden Verwender von Anfang an in die Produktentwicklung ein und passen unsere Geräte in Funktion und Design ihren Bedürfnissen an“, so Ralph Dammertz, Leiter des Produktbereichs Profigeräte für industrialisierte Märkte bei Bosch Power Tools. Auf diese Weise entstehen praxistaugliche Innovationen, die genau da ansetzen, wo Profis sich bisher nicht optimal unterstützt fühlen. „Aus unseren Analysen wissen wir zum Beispiel, dass Handwerkern heute gerade einmal 30 % ihrer Arbeitszeit für die Durchführung der eigentlichen Bautätigkeit zur Verfügung steht. Die restliche Zeit ist durch vor- oder nachbereitende Tätigkeiten wie das Rüsten des Fahrzeugs oder vorbereitende Messungen gebunden. Eine Lösung, die wir Profis deshalb an die Hand geben, ist Track My Tools, unser cloudbasiertes Bestandsmanagement-System zur Verwaltung und Lokalisierung der Arbeitsmittel eines Betriebs.“

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Durch die in der Cloud gespeicherten Lokalisierungsdaten des Geräts wissen Handwerker immer, wo sich ihr Werkzeug befindet und ob sie für den Außeneinsatz alle nötigen Arbeitsmittel dabei haben. Das spart Zeit – die dem Handwerker dann für wirklich produktive Tätigkeiten wie das Schrauben und Bohren mit den neuen Connectivity-Bohr- und Schlagbohrschraubern zur Verfügung steht.

Innovative Akku-Technologie erleichtert Handwerkern die Arbeit

„Wir sind davon überzeugt, dass wir Handwerkern künftig immer bessere Lösungen anbieten können, die durch Vernetzung hohen Mehrwert bieten – von der individuellen Konfiguration bis hin zur Ferndiagnose“, erklärte Dammertz. Bosch nutze technische Möglichkeiten nicht nur, sondern entwickle diese zugunsten des Verwenders kontinuierlich weiter. Wolfgang Hirschburger, Entwicklungsleiter für Profigeräte in industrialisierten Märkten, zeigte Lösungen auf, die Bosch bereits erfolgreich im Markt etabliert hat. Ein Meilenstein war die Einführung der Lithium-Ionen-Akkus in Elektrowerkzeugen. Diese Technologie machte es möglich, kleinere, kompaktere und gleichzeitig leistungsstarke Geräte zu entwickeln und im Jahr 2005 die 10,8 Volt-Klasse für Profis in den Markt zu bringen.

Bosch ist außerdem weltweit der erste Anbieter, der die Vorteile der induktiven Energieübertragung im Bereich der Akku-Werkzeuge nutzbar gemacht hat. „Seit 2014 gibt es unser ‚Wireless Charging System‘, mit dem wir Handwerkern neue Wege zum effizienten, kosten- und zeitsparenden Arbeiten mit Akku-Werkzeugen erschlossen haben“, so Hirschburger. Das Potenzial der Akku-Technologie sei lange noch nicht ausgeschöpft. So bietet Bosch seit Februar dieses Jahres die mobile Steckdose GEN 230V-1500 Professional an, die dank innovativer Lithium-Eisenphosphat-Technologie bis zu 1650 Wattstunden Energie speichert und eine konstante Leistung von 1500 Watt liefert ‒ ganz ohne Stromnetz.

Jüngstes Beispiel für innovative Akku-Technologie von Bosch ist der Hochleistungsakku GBA 18V 6,3 Ah EneRacer Professional, der ab Herbst 2016 verfügbar ist. Ein verbesserter zellinterner Stromverbinder sorgt für geringere Innenwiderstände, was dazu führt, dass den Zellen über längere Zeit höhere Ströme abverlangt werden können. Das Ergebnis ist mehr abrufbare Leistung bei kompakter Akku-Größe.

Neue Technologien im Dienste des Anwenderschutzes

„Wir entwickeln keine Einzellösungen, sondern denken in Systemen“, erklärte Hirschburger. Dabei nutzt Bosch Power Tools zum Beispiel im Feld der Sensorik das Know-how anderer Geschäftsbereiche wie Bosch Sensortec und der Automobil-Sparte von Bosch. „Wir machen dieses Know-how für Handwerker nutzbar, etwa in unserer ‚Kick Back Control‘-Funktion für Schrauber und Bohrhämmer.“

Die eigens dafür eingesetzten Bosch-Sensoren können das Verletzungsrisiko durch einen Rückschlag reduzieren und sind ein gutes Beispiel für den Einsatz neuer Technologien im Dienst des Anwenderschutzes. Darüber hinaus spielt der Bedienkomfort eine immer wichtigere Rolle. Mit den neuen Connectivity-Produkten für Profis sieht sich Bosch gut aufgestellt: Handwerker können ihre vernetzten Geräte beispielsweise individuell konfigurieren und ihre Einstellungen für künftige Arbeiten speichern. Intelligente Anzeigen direkt am Gerät, so genannte HMIs (Human Maschine Interfaces), werden das Arbeiten zusätzlich vereinfachen. „Ziel ist es, langfristig alle Profi-Elektrowerkzeuge von Bosch zu vernetzen – und Verwendern dadurch Mehrwert zu bieten.“

“It‘s in your hands” – Verwender im Mittelpunkt der Kommunikation

Die Qualität der Profi-Elektrowerkzeuge von Bosch basiert auf einer genauen Analyse der Bedürfnisse des Verwenders, seines Arbeitsalltags und dem permanenten Austausch mit Profis. Auch bei der Kommunikation wird der Verwender künftig noch mehr im Mittelpunkt stehen: „It‘s in your hands“ – das ist der zentrale Gedanke der neuen Markenkommunikation, die Bosch im Rahmen des „Bosch Blue Innovation Summit“ vorgestellt hat. Was Bosch darunter versteht, erläuterte Martina Ehrmann, die im Produktbereich Profigeräte für Europa und Asien zuständig ist.

„Der Profi hat das Know-how – wir geben ihm die richtigen Produkte und Services an die Hand, um dieses Know-how optimal zu nutzen und seine Aufgaben so effizient wie möglich zu erledigen.“ Bosch versteht sich als Partner des Handwerks und der Industrie. „User Experience bedeutet für uns, dass wir unser Know-how und das der Profis bündeln, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen: optimale Arbeitsergebnisse und maximale Produktivität.“

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