Jahresbilanz 2021 Bosch Rexroth blickt durchaus optimistisch in die Zukunft

Quelle: Pressemitteilung

Bosch Rexroth ist ganz klar auf Wachstumskurs, wie die Jahresbilanz von 2021 zeigt. Der Ausblick auf 2022 sei positiv, doch sieht man auch Probleme. Hier mehr Details.

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Bosch Rexroth blickt zufrieden auf das Jahr 2021 zurück. Die Zukunft hält auch viele Wachstumschancen bereit, wie man sagt. Erfahren Sie hier mehr, über die Wachstumstreiber, Bedenken und Trends des Automatisierungsspezialisten aus Lohr am Main.
Bosch Rexroth blickt zufrieden auf das Jahr 2021 zurück. Die Zukunft hält auch viele Wachstumschancen bereit, wie man sagt. Erfahren Sie hier mehr, über die Wachstumstreiber, Bedenken und Trends des Automatisierungsspezialisten aus Lohr am Main.
(Bild: Bosch Rexroth / R. Nachbar)

Bosch Rexroth hat das Geschäftsjahr 2021 trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich abgeschlossen, wie jetzt bekannt gemacht wurde. Der Auftragseingang stieg nämlich um 44 Prozent auf den Rekordwert von 7,5 Milliarden Euro, was das weitere Wachstum laut Aussage des Unternehmens absichern dürfte. Der Umsatz legte um 20 Prozent zu, was einen Anstieg auf insgesamt 6,2 Milliarden Euro bedeutet. Damit erreicht Bosch Rexroth im zweiten Pandemiejahr wieder das Vorkrisenniveau. Wie es weiter heißt, registriert man ein weltweit starkes Wachstum. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg außerdem um 4,7 Prozent auf weltweit rund 31.100.

Bosch Rexroth wächst weltweit rasant

Den größten Anstieg im Vergleich zum letzten Jahr verzeichnete Bosch Rexroth mit 23,5 Prozent in Europa (ohne Deutschland). Dort wurden rund 2 Milliarden Euro umgesetzt. In Deutschland stieg der Umsatz um 18,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. In den Amerikas kam es zu einem Umsatzplus von 18,3 Prozent (1,1 Milliarden Euro), in Asien waren es 15,9 Prozent mehr, was sich mit 1,8 Milliarden Euro niederschlägt.

Beim Auftragseingang sammelte Bosch Rexroth rund 7,5 Milliarden Euro zusammen. Das sind rund 800 Millionen Euro mehr als beim vergleichbaren Höchstwert von 2018. Verglichen mit dem Vorjahr konnte das Auftragseingangsvolumen damit um 43,1 Prozent gesteigert werden. Der Zuwachs beschleunigte sich im Jahresverlauf, betont das Unternehmen. Vor allem im vierten Quartal zogen die Geschäfte demnach an. Der starke Auftragseingang gilt als Impuls für weiteres Wachstum. Das volumenstarke Hydraulikgeschäft erfreue sich einer besonders starken Nachfrage. Auch die Aktivitäten in der Fabrikautomation trieben den Geschäftserfolg an.

Hoher Millioneninvest in Forschung und Entwicklung

Rund 344 Millionen Euro hat Bosch Rexroth außerdem für den Bereich F&E locker gemacht, was ein Mehr von 5,8 Prozent ist. Gepusht wurden dabei vor allem die Sektoren Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen, Fabrikautomation, die Weiterentwicklung der Automationsplattform Ctrlx Automation und das Thema Achssysteme für die Industriehydraulik.

Mit rund 180 Millionen Euro (plus 78,2 Prozent) unterstützte man das internationale Produktionsnetzwerk, wie man weiter erfährt. Die Investitionen flossen vor allem in die Optimierung, den Ausbau und die Erneuerung von Fertigungskapazitäten in Deutschland, der Türkei, China und Italien. Die mittelfristige Planung sehe signifikante Investitionen in Produktion und Logistik vor.

Anzumerken ist, dass auch Bosch Rexroth bei all seinen Aktivitäten stets ein Maximum an Nachhaltigkeit anstrebt.

Das sind die Bosch-Rexroth-Innovationen 2021

Der neue, weltweit kompakteste elektrische Subsea Valve Actuator SVA R2 wurde auf der Hannover Messe mit dem international bedeutendsten Industriepreis Hermes Award 2021 ausgezeichnet. Der Aktuator schließe und öffne Ventile sicher und wird auf dem Meeresgrund eingesetzt. Er trage dazu bei, die CO₂-Emissionen von Prozessanlagen sowie Umweltrisiken erheblich zu senken.

Viel beachtet und mti dem Hermes Award 2021 ausgezeichnet ist der sogenannte Subsea Valve Actuator SVA R2 von Bosch Rexroth. Er findet seinen Einsatz auf dem Meeresgrund, wo er Ventile sicher öffnet und schließt. Er gilt als Unterstützer gegen den Klimawandel.
Viel beachtet und mti dem Hermes Award 2021 ausgezeichnet ist der sogenannte Subsea Valve Actuator SVA R2 von Bosch Rexroth. Er findet seinen Einsatz auf dem Meeresgrund, wo er Ventile sicher öffnet und schließt. Er gilt als Unterstützer gegen den Klimawandel.
(Bild: Bosch Rexroth)

Darüber hinaus eignet sich der SVA R2 für den Einsatz in zukünftigen Prozessanlagen: etwa für die Erzeugung von grünem Wasserstoff sowie für Anwendungen, mit denen Kohlendioxid gespeichert werden kann. Aktuell werden erste Pilotanwendungen mit verschiedenen Anlagenherstellern und -betreibern vorbereitet, wie Bosch Rexroth dazu anmerkt.

Die oben bereits erwähnte Automationsplattform Ctrlx Automation gewann außerdem den Deutschen Innovationspreis 2021. Der Grund: die Steuerungstechnik vereint bisher getrennte Welten in einem durchgängig offenen und modularen System. Genauer gesagt, werden Maschinensteuerung, Informationstechnologie und das Internet der Dinge vernetzt. Die stetig in der Weiterentwicklung befindliche Plattform sei bereits bei mehreren hundert Kunden im Einsatz.

Und die Hersteller mobiler Arbeitsmaschinen könnten wegen der modularen und skalierbaren elion-Plattform von Bosch Rexroth durch einen elektrischen Antriebsstrang lokal emissionsfreie Konzepte zum Fahren oder Arbeiten der Maschinen, hybrid oder auch rein elektrisch, schneller umsetzen. Damit biete man hocheffiziente und leistungsstarke Elektromotoren, Generatoren und Inverter an, kombiniert mit Getriebetechnik und Hydraulik, sowie ergänzt durch modulare Software.

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Bosch blickt nicht ganz ohne Sorgen in die Zukunft

Die Entscheider bei Bosch Rexroth blicken nach eigenem Bekunden zwar grundsätzlich optimistisch nach vorn und gehen von einem weiteren deutlichen Umsatzwachstum aus, doch der Krieg in der Ukraine und die noch immer nicht überwundene Corona-Pandemie sind wegen ihrer weltweiten Auswirkungen eindeutige Unsicherheitsfaktoren. Die Sicherheit der weltweit engagierten Teams stehe aber immer an erster Stelle. Zu den Kunden halte man den Kontakt digital und persönlich intensiv aufrecht – beispielsweise im neuen Kunden- und Innovationszentrum in Ulm. Eine zuverlässige Belieferung der Abnehmer soll dabei stets gewährleistet sein.

Bosch Rexroth passt sich angesichts des Ukrainekriegs und der Corona-Pandemie nun kontinuierlich an die Rahmenbedingungen an. Konkret werde etwa die Bedarfsentwicklung mit Kunden und Lieferanten eng abgestimmt. Zur Absicherung der Lieferfähigkeit werden, wo es erforderlich wird, langfristige Vereinbarungen geschlossen und Zweitlieferanten aufgebaut, damit die lokale Beschaffung in den Märkten bestehen bleibt. Expertenteams bewerten dabei fortlaufend die Versorgungsrisiken und ergreifen präventive Maßnahmen, heißt es dazu. Dies gelte auch mit Blick auf die globalen Transportnetzwerke.

Doch Bosch Rexroth sieht auch Chancen: beispielsweise durch staatliche Infrastrukturprojekte, die die Nachfrage nach Baumaschinen fördern. Und in Europa und Nordamerika sei ein Aufbau neuer Produktionswerke für Güter aller Art zu beobachten, um die Lieferketten zu regionalisieren. Die weltweiten Initiativen und staatlichen Maßnahmen zum Klimaschutz führten außerdem zu einem hohen Modernisierungsbedarf bei installierten Maschinen und Anlagen, um die Energieeffizienz zu steigern. Auch die digitale Transformation des Maschinenbaus ist für Bosch Rexroth ein Wachstumstreiber. So schöpfe das Unternehmen etwa mit dem „Industrie-4.0-Center Asien“ im chinesischen Xi‘an neue Potenziale am weltweit größten Industriemarkt aus.

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