Bürkert Brennstoffzelle soll Rennwagen zu Rekorden bringen

Redakteur: Stéphane Itasse

Als Fluidtechnikspezialist liefert Bürkert eine Wasserstoffregeleinheit für das Brennstoffzellensystem des Forze VI, den Boliden des Forze Hydrogen Racing Teams von Studenten der TU Delft. Der Bolide ist auch auf der Hannover-Messe 2014 am Messestand von Bürkert zu sehen.

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Das Forze-Team mit seinem Brennstoffzellenrennwagen – das Auto ist auf der Hannover-Messe am Stand von Bürkert zu sehen.
Das Forze-Team mit seinem Brennstoffzellenrennwagen – das Auto ist auf der Hannover-Messe am Stand von Bürkert zu sehen.
(Bild: Bürkert/Richard van 't Hof)

Ziel ist es laut Mitteilung von Bürkert, mit dem Rennwagen auf der Nordschleife des Nürburgrings den Rekord für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb zu brechen. Neben sportlichen Bestleistungen gehe es aber auch um den Wettkampf mit benzinversorgten Fahrzeugen und dem Beweis, wie schnell grüne Technik sein könne.

Wasserstoffantrieb hat Zukunft

Projekt Forze betrachte Wasserstoff als zukunftsfähige Antriebsmöglichkeit, die aber auch für andere Anwendungen genutzt werden kann. Das Team ist laut Mitteilung kein Neuling bei der Brennstoffzellentechnik. Seit 2007 seien bereits fünf Fahrzeuge entwickelt worden. Bürkert habe seine ersten Beiträge für Forze in Form von Komponenten geleistet. Im Forze IV waren ein Proportionalmagnetventil, ein Drucksensor und ein Regler von Bürkert verbaut, wie es heißt.

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Bald sei es darum gegangen, die Technik auf die nächste Ebene zu bringen. Das Studententeam legte laut Mitteilung Johann Gunnesch, Ingenieur im Bürkert-Systemhaus in Ingelfingen und für die Entwicklung individueller Systeme zuständig. ein Flussdiagramm für die Brennstoffzelle vor und stellte dafür die technischen Anforderungen.

Der neue Bolide der Studenten basiere auf dem Rahmen eines Lotus 7. Der Chefingenieur des Teams habe bei der Entwicklung vor der Herausforderung gestanden, eine Brennstoffzelle mit 100 kW Leistung und 190 kW Boost Power in den Boliden zu implementieren. Darüber hinaus benötige das Fahrzeug im Allgemeinen zwei Wasserstofftanks, die 74 l bei 350 bar Druck fassen. Die Stacks müssten über einen Durchflussmesser mit bis zu 5000 l/min Luft versorgt werden, damit ausreichend Sauerstoff zur Verfügung stehe. Auch für Bürkert habe das eine Herausforderung dargestallt. „Um die Anforderungen des Forze VI zu realisieren, haben wir ein neu konstruiertes Laminarstromelement integriert. Dieses ist leicht und kompakt, generiert aber mindestens viermal mehr Leistung“, erläutert Gunnesch.

Brennstoffzelle bringt Auto in 4 s auf 100 km/h

Das kompakte Leichtbausystem des Forze VI von Bürkert bringt das 880 kg schwere Fahrzeug in weniger als 4.s von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit betrage über 210 km/h. Die einzige Emission, mit der dabei die Umwelt belastet werde, sei Wasser.

Bürkert Werke auf der Hannover-Messe 2014: Halle 27, Stand D63

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