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Intersolar Europe 2010

BSW-Solar meldet Rekordzuwachs bei Solarstrom und Einbruch am Solarwärmemarkt

10.06.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Kaum noch zu übersehen: Die fernöstlichen Anbieter von Photovoltaikprodukten sind auf dem Vormarsch. Auf der Intersolar Europe 2010 stellt die Volksrepublik China das zweitgrößte Ausstellerkontingent. Dazu gehört auch der Solarmodul-Hersteller Juli New Energy Co. Ltd., Heibei. Bild: Schreier
Kaum noch zu übersehen: Die fernöstlichen Anbieter von Photovoltaikprodukten sind auf dem Vormarsch. Auf der Intersolar Europe 2010 stellt die Volksrepublik China das zweitgrößte Ausstellerkontingent. Dazu gehört auch der Solarmodul-Hersteller Juli New Energy Co. Ltd., Heibei. Bild: Schreier

Eitel Sonnenschein über dem Solarmarkt – stimmt nur bedingt. Denn einer kräftigen Expansion im Photovoltaiksektor stand bereits 2009 ein spürbarer Einbruch am Solarwärmemarkt gegenüber. 2010 soll die Talfahrt weitergehen und ein Tiefstand unter 1 Mrd. Euro ereicht werden. Das berichtete der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) am 9. Juni zum Auftakt der Intersolar Europe 2010 in München.

Für 2010 rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit einem Photovoltaik-Marktwachstum im In- und Ausland von mindestens 50%. 2009 hatte sich der Markt für Solarstromanlagen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr bereits verdoppelt. Teile der deutschen Solarbranche bangen dennoch um ihre Zukunft für den Fall, dass die Solarstromförderung in den nächsten Jahren zu stark gekürzt wird.

Diese Einschätzung wird vom Bundesrat geteilt, der in Übereinstimmung mit der Solarbranche aktuell Nachbesserungen in der laufenden EEG-Novelle verlangt. Die Bundesregierung will die Solarstromförderung in den nächsten zwei Jahren um bis zu 42 Prozentpunkte senken, allein in diesem Sommer soll sie um 16% fallen.

Zu starkes Absenken der Förderung schadet deutschen Herstellern

„Die deutsche Solarwirtschaft benötigt verlässliche politische Rahmenbedingungen, die den finanziellen Spielraum für zukünftige Investitionen und Innovationen offen halten“, forderte BSW-Solar Geschäftsführer Carsten Körnig auf der Intersolar Europe 2010. Die Rückführung der Solarförderung müsse sich am technologischen Fortschritt orientieren, nicht an kurzfristigen Preisschwankungen. „Ein zu schnelles oder zu starkes Absenken der Förderung schadet besonders deutschen Herstellern“, warnt der Verbandsgeschäftsführer. Chinesische Wettbewerber profitierten von Niedriglöhnen, staatlicher Einflussnahme auf Wechselkurse sowie günstiger Kreditvergabe und drängten so auf die europäischen Märkte.

Spätestens 2013 soll die Netzparität bei Solarstrom erreicht werden

Um sich im Wettbewerb zu behaupten, plant die in Deutschland produzierende Branche allein im Inland in den nächsten vier Jahren Investitionen in Höhe von rund 10 Mrd. Euro. Damit werden modernste Solarfabriken gebaut und die Forschung und Entwicklung voran getrieben. Spätestens 2013 wird Solarstrom vom eigenen Hausdach nach Einschätzung des BSW-Solar bereits das Preisniveau konventioneller Verbraucherstromtarife erreichen.

Zugleich appellierte der BSW-Solar an die Politik, die Mittel des Marktanreizprogramms (MAP) für die erneuerbaren Wärme schnellstmöglich zu entsperren. „Die unvermittelte Vollbremsung des Bundesfinanzministers bringt die Erneuerbare Wärmebranche in große Bedrängnis“, so Körnig.

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