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Unternehmenssoftware

Buchhaltung trifft Web 2.0

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Auf der Suche nach relevanten Daten ist der Epicor-Nutzer nicht auf starre Eingabemasken angewiesen. Vielmehr nutzt der dafür die Suchmaschine Enterprise Search. In die reduktionistische Oberfläche gibt er seinen Suchbegriff oder eine Zeichenfolge (etwa eine Rechnungs- oder Teilenummer) ein und erhält eine nach Relevanz geordnete Linkliste mit den im ERP-System gefundenen Treffern.

Die im Programm hinterlegte Rechteverwaltung sorgt dafür, dass der Mitarbeiter nur jene Informationen gelistet bekommt, auf die er in seiner Funktion auch Zugang hat. Die Ansicht und Anordnung der Daten auf dem Bildschirm kann der Mitarbeiter weitgehend frei gestalten.

Stark vertreten in der Fertigungsindustrie

Die Epicor Software Corporation verfügt nach eigenen Angaben über rund 3000 Mitarbeiter und 20000 Kunden in mehr als 140 Ländern. Neben der Dienstleistungs- und Logistikbranche und dem Hotelgewerbe ist Epicor besonders stark in der Fertigungsindustrie vertreten.

Marketingchef John Hiraoka zufolge fahren viele seiner Großkunden eine zweigleisige ERP-Strategie: In der Zentrale kommt SAP als betriebswirtschaftliche Software zum Einsatz, in den weltweit verteilten Produktionsstätten das kostengünstigere Epicor-Produkt. Es ist das erklärte Ziel von Hiraoka, hier Wettbewerber wie Infor/Baan oder IFS aus Unternehmenskonglomeraten zu verdrängen. Auch in Deutschland zählen zu den rund 100 Epicor-Kunden vor allem Tochterfirmen ausländischer Großunternehmen.

Junge Fachkräfte finden vertraute Web-2.0-Umgebung

John Hiroaka sieht gute Chancen für die neue Software-Generation bei expandierenden mittelständischen Unternehmen. Zum einen erlaube die SOA-Technologie die schnelle Änderung von in der Software hinterlegten Geschäftsprozessen. Zum anderen verschaffe Epicor 9 Vorteile im Wettbewerb um Fachkräfte: „Diese Firmen wollen junge Menschen anziehen, die zum ersten Mal im Leben die Stelle wechseln“, so Hiraoka. „Für sie ist ein Arbeitgeber attraktiv, bei dem sie die in ihrer Freizeit geschätzten Web-2.0-Funktionalitäten für ihren Job nutzen können.“

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