Windenergie Bundeswehr will beim Feldlager auf mobile Windkraftanlagen setzen

Redakteur: Jan Vollmuth

Kleine Windkraftanlagen leistet einen immer wichtigeren Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung. Ein Team um Prof. Georg Frey an der Saar-Uni arbeitet zusammen mit der Wehrtechnischen Dienststelle der Bundeswehr in Trier daran, mobile Windkraftanlagen effizient in diese Netzwerke zu integrieren.

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Ingenieure um Professor Georg Frey von der Saar-Uni arbeiten daran, wie mobile Windkraftanlagen optimal in Energiesyteme integriert werden können.
Ingenieure um Professor Georg Frey von der Saar-Uni arbeiten daran, wie mobile Windkraftanlagen optimal in Energiesyteme integriert werden können.
(Bild: Wehrtechnische Dienststelle der Bundeswehr Trier)

Um ihre Feldlager bei Einsätzen auf der ganzen Welt mit Energie zu versorgen, ist die Bundeswehr derzeit noch auf Dieselgeneratoren angewiesen. Dies soll sich ändern: Künftig möchte sie verstärkt auf erneuerbare Energien setzen. Wie diese effizient zum Einsatz kommen, erforschen Ingenieure um Professor Georg Frey vom Lehrstuhl für Automatisierungstechnik an der Universität des Saarlandes.

Er und sein Team beschäftigen sich mit dezentralen Energiesystemen. „Dabei spielen zum Beispiel viele Kleinkraftwerke, etwa Windräder und Solaranlagen, eine entscheidende Rolle“, erklärt Frey. „Der von ihnen erzeugte Strom wird den Verbrauchern in der unmittelbaren Umgebung der Kraftwerke zur Verfügung gestellt.“

Mit Windrad auf Saarbrücker Physikturm Daten sammeln

Das Hauptaugenmerk der Ingenieure liegt bei effizienten regionalen Energieversorgungsnetzen, den Smart Micro Grids. „Es handelt sich um Stromnetze, die verschiedene Energiequellen nutzen und Verbraucher und Stromspeicher intelligent verknüpfen. Auf diese Weise sollen etwa Stromschwankungen bei den regenerativen Energien ausgeglichen werden.“

In einem gemeinsamen Projekt mit der Wehrtechnischen Dienststelle 41 der Bundeswehr in Trier arbeiten die Ingenieure nun an neuen Methoden, um regenerative Energien optimal in solchen Netzen zum Einsatz zu bringen. Die Bundeswehr stellt den Saarbrücker Forschern dazu eine Kleinstwindkraftanlage zur Verfügung.

Um für ihre Forschung gute Windverhältnisse zu gewährleisten, werden die Ingenieure die Anlage auf dem Dach des 13 Stockwerke hohen Physikturms auf dem Saarbrücker Campus installieren. „Mit dem Windrad werden wir unter anderem Daten sammeln, die Aufschluss darüber geben, wie der Ertrag einer solchen Anlage zuverlässig prognostiziert und in ein Smart Micro Grid eingespeist werden kann“, sagt Professor Georg Frey.

Bundeswehr bei Elektromobilität und regenerativen Energien sehr aktiv

Darüber hinaus planen die Saarbrücker Ingenieure weitere gemeinsame Projekte mit der Bundeswehr. Zum Beispiel wollen sie untersuchen, wie Feldlager die Abwärme von Dieselgeneratoren zum Heizen und Kühlen sinnvoll nutzen können. Die Forscher werden sich zudem mit neuen Technologien beschäftigen, die Wärmeenergie besser umwandeln und speichern.

Die Wehrtechnische Dienststelle 41 in Trier ist die Leitdienststelle für Elektromobilität und regenerative Energien der Bundeswehr. „Durch die Kooperation bietet sich die Möglichkeit, die Nutzung regenerativer Energiequellen in Feldlagern zu erproben“, stellt Rainer Stabler vom Geschäftsfeld 240 der Wehrtechnischen Dienststelle in Trier fest.

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