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Cemat 2018

Gegenwart und Zukunft der Logistikbranche

| Redakteur: Rebecca Vogt

Auf der Cemat dreht sich alles rund um Gegenwart und Zukunft der Intralogistik. Das Bild stammt aus dem Jahr 2016.
Auf der Cemat dreht sich alles rund um Gegenwart und Zukunft der Intralogistik. Das Bild stammt aus dem Jahr 2016. (Bild: Deutsche Messe AG)

Das Forenprogramm auf der Cemat 2018 soll Konzepte und Möglichkeiten der Logistik 4.0 aufzeigen. Auch bereits erprobte Best-Practice-Beispiele werden auf der Messe vorgestellt. Es geht dabei unter anderem um die Interaktion zwischen Mensch und Maschine, automatisierte Systeme und den Einsatz von Robotern.

Die diesjährige Cemat steht ganz im Zeichen der Digitalisierung. Wie alle anderen Industriezweige auch steuert die Intralogistik auf eine digitale und vernetzte Zukunft zu. Logistik 4.0 lautet das Schlagwort. In Halle 19/20 können Besucher einen Blick in ebendiese Zukunft wagen. Das dortige Logistics-4.0-Forum wird von Prof. Dr. Michael ten Hompel eröffnet. Ten Hompel ist Inhaber des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der Universität Dortmund und geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML). Sein Thema auf der Cemat lautet: „Logistik 4.0: Die Welt wird sich auf den Kopf stellen – weil sie es kann.“ Mittlerweile stünden alle Technologien zur Verfügung, um die viel zitierte vierte industrielle Revolution Wirklichkeit werden zu lassen.

Der Logistik als „bewegender Instanz“ komme dabei eine Schlüsselrolle zu. Aus Staplern würden autonome Fahrzeuge, aus Kisten cyberphysische Systeme und die klassische Transport- und Warenwirtschaft werde zur Plattformökonomie. „Der Startschuss zum internationalen Wettbewerb ist gefallen und gewinnen wird, wer die digitalen Technologien am schnellsten in neue, nutzvolle Geschäftsmodelle umsetzt“, heißt es dazu. Am Messemontag, dem 23. April, tritt außerdem EU-Kommissar Günther Oettinger als Redner auf.

Augmented und Virtual Reality in der Logistik

Die Cemat 2018 deckt insgesamt ein breites Spektrum an neuen Technologien und Entwicklungen ab. So spielen etwa IT-Plattformen, Machine Learning und Digital Twins eine zunehmend wichtige Rolle. Auch die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine rückt in den Fokus. Diese sensible Schnittstelle zwischen Lebewesen und Technik stellt hohe Anforderungen an die Entwickler. Die digitalen Informationen sollen den Menschen unterstützen, nicht aber überfordern oder einschränken. Das am 23. April von 13 bis 15 Uhr auf der Cemat stattfindende Forum „Augmented und Virtual Reality in der Logistik – Wege in die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion“ soll beispielsweise Perspektiven für den Einsatz der sich ausbreitenden AR- und VR-Technik aufzeigen. Konkret geht es dabei zum Beispiel um die Unterstützung operativer Prozesse durch Augmented Reality sowie um Planung und Training mithilfe von Virtual-Reality-Lösungen.

Bereits einen Schritt weiter geht die Idee der Social Networked Industry, in der Menschen und Maschinen, genauer Roboter, als Partner zusammenarbeiten. Am 24. April werden von 13 bis 15 Uhr im Rahmen des Logistics-4.0-Forums Ansätze und Lösungen aus diesem Themenkomplex auf der Cemat präsentiert.

Automatisierte Systeme für die Kommissionierung

Das Thema Roboter ist auch auf dem Logistics-Solutions-Forum in Halle 21 vertreten. Am 26. April heißt es dort von 13 bis 15 Uhr Robotics-4-Retail. Im Handel sind Menschen den digitalen Kollegen aufgrund ihrer kognitiven Fähigkeiten bislang noch überlegen. Fahrende Roboter, mobile Greifroboter oder etwa Transportdrohnen werden langfristig jedoch nicht nur im Lager, sondern auch direkt am Point of Sale zum Einsatz kommen. Insgesamt steigt im Handel und damit bei zahlreichen Logistikdienstleistern der Bedarf nach Echtzeitlösungen.

Ebenfalls noch stark von manuellen Arbeitsweisen geprägt ist die Kommissionierung. Automatisierte Systeme sind auch in diesem Bereich auf dem Vormarsch. Auf dem Logitics-Solutions-Forum stellen Experten und Hersteller am 25. April in der Zeit zwischen 15 und 17 Uhr verschiedene Best-Practice-Beispiele aus dem Bereich der Kommissionierung vor und zeigen, wie sich dieser Sektor in den kommenden Jahren verändern wird.

Ein weiteres Thema auf der Cemat ist die Digitalisierung in der Lagerlogistik. Viele Unternehmen stehen vor der Aufgabe, individuell für sie geeignete neue Lagertechnologien auszuwählen. Insgesamt ist das Angebot an etablierten wie neuartigen Lösungen dabei sehr groß. Entscheidend ist es, den jeweiligen Mehrwert zu erkennen und diesen richtig zu beurteilen. Der Arbeitskreis „Digitalisierung der Lagerlogistik“ hat dazu Lagertechnologien identifiziert und auf ihren Nutzen hin bewertet. Im Gespräch mit Anbietern und Anwendern stellt er am 24. April von 13 bis 15 Uhr seine Ergebnisse in Halle 21 vor.

Neuerungen in der Behältertechnik

Wichtiger Erfolgsfaktor in der sich stetig verändernden Logistik sind durchdachte und effiziente Prozesse. Der steigende Anteil des E-Commerce stellt für die Branche – verbunden mit einem hohen Aufwand bei der Lagerung und Kommissionierung sowie der Verpackung von Produkten in der Losgröße 1 – eine besondere Herausforderung dar. Hierzu widmet sich ein Forum neuen logistischen Konzepten im Bereich der Behältertechnik und des Retouren-Managements. Es findet am 25. April von 10 bis 12 Uhr in Halle 21 statt.

Unterstützt wird das Forenprogramm der Cemat von den VDMA-Fachverbänden Fördertechnik und Intralogistik sowie Software und Digitalisierung. Des Weiteren kommen verschiedene Branchenpartner hinzu: die Bundesvereinigung Logistik, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik, das EHI Retail Institute und die Wissenschaftliche Gesellschaft für Technische Logistik.

Vernetzung mit der Digital Factory

Erstmals findet die Cemat gemeinsam mit der Hannover Messe statt – ganz im Zeichen der Vernetzung. „Neue Digitalisierungstechnologien wie Smart Devices, IoT-Plattformen oder Machine Learning sowie die Realisierung von Industrie 4.0 erweitern den Horizont der Logistikwelt in vielen Anwenderbranchen“, sagte Rainer Glatz, Geschäftsführer des VDMA-­Fachverbandes Software und Digitalisierung, anlässlich der Messe-Preview.

Durch eine intelligente Vernetzung von Produktion und Logistik ließen sich Informationen zu Prozessen und Produkten jeweils passgenau zur Verfügung stellen. Die Verknüpfung von Digital Factory, einer der Leitmessen der Hannover Messe, und Cemat sei zukunftsweisend.

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