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Chancen der Intralogistik nutzen

| Autor/ Redakteur: Theodor Maurer /

Kaum ein anderer Wirtschaftszweig ist in den letzten Jahren stärker in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt, als die Intralogistik-Branche. Zum einen, weil mit voranschreitender Globalisierung der Anteil der Intralogistik an der Gesamtwirtschaft größer wird, zum anderen, weil sie sich mit zweistelligen Wachstumsraten zu einem ansehnlichen Treiber der europäischen Wirtschaft entwickelt hat.

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Theodor Maurer, Mitglied der Geschäftsführung Linde Material Handling: „Trotz Finanzkrise und Höhenflug des Euros hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im März abermals überraschend verbessert.“ Bilder/Figures: Linde Material Handling
Theodor Maurer, Mitglied der Geschäftsführung Linde Material Handling: „Trotz Finanzkrise und Höhenflug des Euros hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im März abermals überraschend verbessert.“ Bilder/Figures: Linde Material Handling
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Forum Intralogistik im VDMA verkündete auf seiner Jahrespressekonferenz für das Jahr 2007 eine Umsatzsteigerung der deutschen Intralogistik-Hersteller um 17% auf 18,6 Mrd. Euro. Und auch das Jahr 2008, so die Signale aus den Unternehmen, hat entgegen ersten Erwartungen viel versprechend begonnen.

Trotz Finanzkrise und Höhenflug des Euros hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im März abermals überraschend verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg erneut und auch die Geschäftsaussichten für das kommende halbe Jahr werden von den Firmen noch etwas positiver eingestuft. Begründet wird dies mit nach wie vor guten Exportmöglichkeiten.

Vor diesem konjunkturellen Hintergrund findet vom 27. bis 31. Mai 2008 in Hannover die Weltleitmesse der Intralogistik, die Cemat, statt. Mit rund 1100 Ausstellern auf einer Fläche von 80 000 m² wird die Messe gegenüber 2005 um über 10% wachsen. Und erneut unterstreicht ein Anteil von rund 50% ausländischen Teilnehmern den Anspruch auf Internationalität.

Die Vorbereitungen der Aussteller laufen auf Hochtouren. Mit neuen Produkten und Entwicklungsergebnissen wollen sie möglichst viele Gäste in die niedersächsische Landeshauptstadt locken. Denn Ziel der Leistungsschau ist es nicht zuletzt, Chancen zu nutzen. Chancen, die sich durch das andauernde Wachstum der Intralogistik in vielen Regionen und Branchen auf der Welt bieten.

Ein Beispiel ist das Großstaplergeschäft von Linde Material Handling. Mit einem Investitionsvolumen von rund 21 Mio. Euro will Linde Material Handling mit der nun eigenständigen Linde Heavy Truck Division von der starken Nachfrage nach Hafenumschlagtechnik sowie den Prognosen zum weltweiten Containerverkehr und -umschlag profitieren und die daraus resultierenden Wachstumschancen verstärkt nutzen.

Den Anfang einer zur Cemat beginnenden Produktoffensive im Schwerstaplerbereich macht der Leercontainerstapler C90 mit 9 t Tragfähigkeit, der bei einem Radstand von 4,0 m einen 8´6˝-Container bis in die siebte Ebene zu stapeln vermag. Weitere Leercontainerstapler und neue Modelle im Schwerstaplerbereich mit Tragfähigkeiten von 18 bis 37 t und 52 t sowie neue Reach-Stacker-Modelle werden folgen.

Chancen nutzen will Linde Material Handling zudem mit innovativen Antriebstechnologien. Wie dies gelingen kann, wird auf dem Freigelände demonstriert, auf dem Cemat-Messestand des Unternehmens, Pavillon P32. Zu den ausgestellten Exponaten gehören ein verbrennungsmotorischer Stapler mit dem ersten Wasserstoffmotor der Welt mit Direkteinspritzung und Kompressoraufladung, ein Plattformwagen/ Schlepper mit 25 t Zugkraft und Brennstoffzelle sowie ein verbrennungsmotorischer Stapler mit Startergenerator und einer Start/Stopp-Automatik, ein so genannter Smooth/Mild-Hybrid. Dabei haben die Fahrzeuge den Status reiner Studien längst überwunden. Sie sind nicht mehr statische Ausstellungsstücke, sondern fahren und bewältigen dieselben Handlingaufgaben wie ihre Pendants mit Diesel- oder Elektroantrieb.

Den Kunden bietet sich auf der Messe wie bei kaum einer anderen Gelegenheit die Chance, nach neuen Lösungen zu suchen, wie sich der innerbetriebliche Materialfluss weiter verbessern lässt. Dabei gilt es, die gute Konjunktur zu nutzen, um zu investieren und damit Effizienz- und Einsparpotenziale für die Zukunft zu schaffen. Herzlich willkommen auf der Cemat!

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