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China Market Insider China fördert mehr Kohle, um erneute Stromausfälle auszuschließen

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork

China wird in diesem Jahr 300 Millionen Tonnen mehr Kohle fördern, um die Energieversorgung für die Industrie und seine Bevölkerung sicherzustellen.

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(©Eisenhans - stock.adobe.com)

Die Entscheidung mehr Kohle zu fördern, fiel auf einer Kabinettssitzung in Peking, die Ministerpräsident Li Keqiang persönlich leitete. Im vergangenen Jahr war es in der Volksrepublik häufig zu Stromausfällen gekommen, die zu Produktionsstopps in der Fertigungsindustrie geführt hatten. Der Grund für die Engpässe war unter anderem ein Mangel an Kohle für Chinas Elektrizitätswerke, von denen mehr als 60 Prozent Kohlekraftwerke sind. Presseberichte über stillstehende Fabriken und frierende Bürger im Norden des Landes wurden als peinliches Managementversagen der kommunistischen Zentralplaner wahrgenommen und sind daher politisch gefährlich.

Kohle sei „wichtig für die Energiesicherheit“ des Landes, wurde nun auf der Kabinetts-Sitzung demonstrativ beteuert, wie Chinas Wirtschaftsmagazin Caixin berichtete. Einer Prognose der „China Energy Investment Corporation“ zufolge wird China im laufenden Jahr 4,37 Milliarden Tonnen Kohle verbrauchen. Eine Erhöhung des Konsums um 300 Millionen Tonnen ist im Vergleich zu dieser Gesamtmenge und vor dem Hintergrund des steigenden Energiebedarfs in China also als moderat einzuordnen. Im vergangenen Jahr war der Kohlekonsum um 220 Millionen Tonnen gewachsen.