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China Market Insider China hängt uns beim Wasserstoff ab

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Melanie Krauß

China schwingt sich zum globalen Marktführer der Wasserstoff-Wirtschaft auf. Dafür hat die Regierung dieselben Mechanismen in Bewegung gesetzt, die schon zur weltweiten Führungsrolle bei Solarenergie und E-Mobilität geführt haben.

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Ähnlich wie bei der Solarenergie, will China zukünftig auch den Wasserstoffmarkt dominieren.
Ähnlich wie bei der Solarenergie, will China zukünftig auch den Wasserstoffmarkt dominieren.
(Bild: ©Eisenhans - stock.adobe.com)

Der Startschuss für die rasante Entwicklung einer grünen Wasserstoff-Wirtschaft in China ist Anfang dieses Jahres gefallen. Gemeint ist diesmal „grüner Wasserstoff“, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Die Zentralregierung in Peking hat ein Subventions-Programm aufgelegt, das rund 220 Millionen Euro für jeden City-Cluster in der Volksrepublik zur Verfügung stellt, der sich an einem vierjährigen Pilotprojekt zur Förderung der heimischen Brennstoffzellen-Industrie beteiligt.

Diese Summen klingen vorerst noch harmlos. Doch das Programm hat hohe Symbolkraft. In ganz China sind Provinzpolitiker seither von einer Art „Wasserstoff-Fieber“ infiziert worden. „Lokale Regierungen haben mit Enthusiasmus auf den Ruf der chinesischen Zentralregierung reagiert – und auf das Angebot von Subventionen – um Lieferketten zu bauen, die Fahrzeuge mit Brennstoffzellen kommerziell rentabel machen werden,“ berichtete die Hongkonger Zeitung South China Morning Post am 6. April dieses Jahres.