VDMA Druck- und Papiertechnik China lässt Druck- und Papiermaschinenbauer leiden

Autor Stéphane Itasse

Die deutschen Druck- und Papiermaschinenbauer leiden unter der Konjunkturabkühlung in China: Auch 2014 waren Umsätze und Auftragseingänge der Branche rückläufig, wie der VDMA anlässlich der Jahresmitgliederversammlung des Fachverbandes mitteilte. Gerade die Umsätze seien deutlich um 12 % unter dem Vorjahreswert geblieben.

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Die Hersteller von Druck- und Papiermaschinen leiden vor allem unter einem schwächeren Chinageschäft.
Die Hersteller von Druck- und Papiermaschinen leiden vor allem unter einem schwächeren Chinageschäft.
(Bild: Koenig&Bauer)

„Es gibt nichts zu beschönigen. Der Markt für Druck- und Papiertechnik ist rückläufig“, sagte Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik im VDMA. Trotz sinkender Umsätze verbuchte die Druck- und Papiertechnik „Made in Germany“ im vergangenen Jahr noch immer einen Weltmarktanteil von über 25 % und ein Ausfuhrvolumen von 4,18 Mrd. Euro, wie es in der Mitteilung heißt. Der Rückgang zum Vorjahr, als die Ausfuhren 4,45 Mrd. Euro erreichten, sei zu drei Vierteln der Abkühlung in China geschuldet.

Maschinenbauer aus China holen technisch auf

Die Ergebnisse einer neuen Wettbewerbsstudie China 2015 im Auftrag des Fachverbandes deuteten an, dass vorerst nicht mehr mit Wachstumsraten wie in den vergangenen Jahren zu rechnen sei. Gerade im Zeitungs- und Buchdruck flaue die Nachfrage nach Neuanlagen ab. Besser sehe es im Verpackungsdruck und im Tissue-Markt aus. Allerdings verdeutliche die Studie, dass Chinas Maschinenbauer technisch rasch aufholen. Da auch sie die Flaute im Heimatmarkt spürten, drängten sie verstärkt ins Ausland.

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Positiv entwickelten sich 2014 laut Mitteilung die Ausfuhren in die USA und ins europäische Ausland. „Mit 45 % ging fast die Hälfte der Ausfuhren unserer Branche in europäische Länder“, erläuterte Heering in Würzburg. Es zahle sich aus, dass die Unternehmen ihre Kunden im europäischen Ausland und in den USA zu keiner Zeit vernachlässigt haben. In den USA sei die Nachfrage 2014 in allen Bereichen gestiegen, also bei den Druckereimaschinen, in der Papiertechnik und bei Papierverarbeitungsmaschinen.

Druck- und Papiermaschinenhersteller hoffen auf die Drupa 2016

Um die guten Beziehungen auf dem amerikanischen Markt zu festigen und die Rahmenbedingungen zu harmonisieren, engagierten sich der Fachverband Druck- und Papiertechnik und die amerikanische Association for Suppliers of Printing, Publishing and Converting Technologies (NPES) gemeinsam für ein starkes transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Ganz im Zeichen dieser Zusammenarbeit war NPES-Präsident Ralph J. Nappi zu Gast auf der Mitgliederversammlung in Würzburg, wie es heißt.

Vom 31. Mai bis 10. Juni 2016 soll die Drupa wieder alle wichtigen Akteure der Druck- und Papierwelt nach Düsseldorf locken. Die Weltleitmesse für Print und Crossmedia Solutions werde mehr Raum für Zukunftstechniken wie gedruckte Elektronik oder 3D-Druck bieten. Diese inhaltliche Neuausrichtung komme an. Schon jetzt sind laut Messeleitung über 90 % der gesamten Ausstellungsfläche fest gebucht. „Als Anbieter von Druck- und Papiertechnik freut uns das sehr“, sagte Heering, „wir freuen uns auf die Drupa 2016“.

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