Kommt Entspannung? Chinas Schritte bremsen Rohstoff-Preisexplosion

Autor / Redakteur: dpa-AFX / Peter Königsreuther

Das Hamburger Forschungsinstitut HWWI registriert einen Rückgang der Rohstoffpreise. Seit Juni zeigt sich ein Abschwung einiger Preiskurven.

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Industrierohstoffe sind seit Monaten knapp. Die Preise explodierten. Jetzt ist ein Ende in Sicht, hat das Hamburger Forschungsinstitut HWWI analysiert. Die Chinesen beenden den Preisboom.
Industrierohstoffe sind seit Monaten knapp. Die Preise explodierten. Jetzt ist ein Ende in Sicht, hat das Hamburger Forschungsinstitut HWWI analysiert. Die Chinesen beenden den Preisboom.
(Bild: Salzgitter Flachstahl)

Real waren Industrierohstoffe im Juni an den Weltmärkten um etwa 1,8 Prozent günstiger zu haben als im Mai, sagt das HWWI. Damals hat das Preisniveau im Vergleich zu April um satte 14,2 Prozent angezogen. Der Grund sei, dass die chinesische Regierung sich erfolgreich gegen die Gefahr einer stärkeren Inflation im Sog des Rohstoffpreisbooms der vergangenen Monate stemme. Denn die Regierung hatte im Juni Verkäufe staatlicher Kupfer-, Zink und Aluminiumbestände an Metallproduzenten angekündigt, so das HWWI. Der Hintergrund dieser Rohstoffpreis-Rally ist die anziehende Weltkonjunktur mit den beiden Schwergewichten USA und China.

Kohle und Öl bleiben auf hohem Preisniveau

Befeuert würden die Rohstoffpreise – außer dem nach wie vor hohen Niveau, zum Beispiel bei Metallen – derzeit vor allem von den mehrjährigen Höchstständen beim Rohöl. Auch die Preise für Kohle liegen nach HWWI-Beobachtung auf einem Höchstniveau, dass sie seit 10 Jahren nicht mehr überschritten haben.

Die Preise für Nichteisenmetalle sanken im Juni dagegen im Schnitt um 1,9 Prozent, was das HWWI auf Preisrückgänge an den Märkten für Kupfer und Zink zurückführt.

 

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