China Market Insider Chinas Wirtschaft erholt sich vor allem dank fertigender Industrie

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Melanie Krauß

China erholt sich schnell von der Coronakrise. Der wesentliche Treiber ist dabei der schnelle Aufschwung der fertigenden Industrie.

Die fertigende Industrie in China konnte ihre Wirtschaftsleistung 2020 trotz Coronakrise um 2,8 Prozent steigern.
Die fertigende Industrie in China konnte ihre Wirtschaftsleistung 2020 trotz Coronakrise um 2,8 Prozent steigern.
(Bild: ©Eisenhans - stock.adobe.com)

Im ersten Gesamtrückblick auf 2020 konnte eine Sprecher des chinesischen Industrieministeriums MIIT vor einigen Tagen beeindruckende Zahlen vorlegen, wie Maschinenmarkt (China) berichtet. Um 2,8 Prozent konnten die von der chinesischen Statistik erfassten Unternehmen des fertigenden Gewerbes ihre Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 steigern. 20 von 31 Fertigungskategorien verzeichneten trotz des Lockdown-bedingten Einbruchs im ersten Quartal 2020 über das gesamte Jahr gesehen positives Wachstum. Die Profite der Unternehmen stiegen um 2,4 Prozent und die Kapazitätsauslastung der fertigenden Industrie erreichte 74,5 Prozent, berichtet MM (China) unter Berufung auf das Industrieministerium.

Trotz der Pandemie mache insbesondere die Digitalisierung der fertigenden Industrie China schnelle Fortschritte, sagte der Sprecher Tian Yulong. „Der Maschinenbau und die fertigende Industrie im Bereich High-Tech zeigen einen Trend zur Bildung örtlicher Cluster, zur Digitalisierung und intelligenten Vernetzung”, so der Sprecher in seinem Jahresrückblick. Die Wertschöpfung im Sektor Anlagenbau sei in China im Jahr 2020 um 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zum Anlagenbau zählen Chinas Statistiker nicht nur Maschinenbau und elektronische Anlagenbauer, sondern auch Flugzeug- und Eisenbahn-Gerätebau, Hersteller von Landwirtschaftsmaschinen und Waffen.