Agic/Gimatic Chinesen weiter auf Einkaufstour: Agic kauft Gimatic

Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Agic Capital, ein europäisch-asiatischer Private-Equity-Fonds, dessen Investitionsschwerpunkt europäische Industrietechnologieunternehmen sind, hat unlängst die Übernahme einer wesentlichen Mehrheitsbeteiligung an Gimatic Srl („Gimatic“) bekannt gegeben.

Gimatic hat eine technologische und markführende Stellung bei kunden- und anwendungsspezifischen Robotergreifwerkzeugen.
Gimatic hat eine technologische und markführende Stellung bei kunden- und anwendungsspezifischen Robotergreifwerkzeugen.
(Bild: Gimatic)

Gimatic ist ein führender, in Italien ansässiger Anbieter von Robotergreifwerkzeugen (sogenannte „End-of-Arm Tools“) für die industrielle Automatisierung und für Roboteranwendungen. Der Gesamtwert der Transaktion beträgt mehr als 100 Mio. Euro. Der bisherige Investor Xenon Private Equity sowie der CEO und Mitgründer des Unternehmens, Giuseppe Bellandi, investieren im Rahmen der Transaktion in wesentliche Minderheitsbeteiligungen.

Gimatic fertigt Handling-Komponenten und -lösungen

Gimatic wurde 1985 gegründet. Der Firmensitz befindet sich im norditalienischen Roncadelle. Das Unternehmen entwickelt und fertigt hochmoderne pneumatische und mechatronische Handling-Komponenten und -lösungen für bekannte internationale Endkunden und führende Zulieferer, unter anderem aus der Automobil-, Kunststoff-, Elektronik-, Lebensmittel- und Pharmabranche.

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Gimatic hat eine technologische und markführende Stellung bei kunden- und anwendungsspezifischen Robotergreifwerkzeugen. Diese haben sich inzwischen zu erfolgskritischen Sub-Systemen von industriellen Automatisierungs- und Robotiklösungen entwickelt. Der globale Markt für Industrieroboter, der 2015 auf USD 36 Mrd. beziffert wurde, entwickelt sich sehr dynamisch und soll nach Prognosen bis 2022 mit einer CAGR, einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate, von 12 % wachsen. Großen Anteil daran hat der chinesische Markt, dessen CAGR bei 14 % liegt.

Gimatic ist in den vergangenen drei Jahren mit einer CAGR von 20 % gewachsen. 2015 generierte das Unternehmen fast 80 % seiner Umsätze in Europa, schwerpunktmäßig in Deutschland und Italien. Umsätze in Asien stellten in diesem Zeitraum einen Anteil von weniger als 10 % vom Gesamtumsatz dar. Daraus wird deutlich, dass das Unternehmen in Asien, dem weltweit am schnellsten wachsenden Robotik- und Automatisierungsmarkt, noch erhebliches Wachstumspotenzial schöpfen kann.

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