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Hannover Messe 2019 Clevere Verfahren zur CO2-Einsparung

| Redakteur: B.A. Sebastian Hofmann

Das Fraunhofer IKTS arbeitet an Konzepten, mit denen CO2-Emissionen durch elektrolysegestützte Reduktion minimiert werden können. Eingesetzt werden sollen sie beispielsweise in der Stahlbranche.

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Durch ein spezielles Verfahren kann CO2-Synthesegas in Wachse umgewandelt werden.
Durch ein spezielles Verfahren kann CO2-Synthesegas in Wachse umgewandelt werden.
(Bild: Fraunhofer IKTS)

Bei der Gewinnung von Rohstahl entstehen erhebliche Mengen von CO2 als Nebenprodukt der konventionellen Einsenerzreduktion. Das Fraunhofer IKTS entwickelt derzeit ein Verfahren mit denen die Emissionen des Gases reduziert werden können. Der Clou: Eingesetzt werden dafür ausschließlich erneuerbare Energien.

Dafür arbeitet der Entwicklungs- und Technologiedienstleister an Hochtemperatur-Elektrolyse-Stacks (SOEC), die nicht nur Wasser, sondern das ohnehin im Reduktionsprozess abgetrennte CO2 umwandeln können. Dabei entstehen die Reduktionsmittel Kohlenstoffmonoxid und Wasserstoff. Der Elektrolyseur wird damit zum wichtigen Bindeglied zwischen erneuerbaren Energiequellen und Stahlerzeugung. Im Rahmen der Vorlaufforschung konnte mit den SOEC-Stacks bereits eine Langzeitstabilität von mehr als 4500 h nachgewiesen werden.

Weitere Forschung für die Kalk- und Zementindustrie

Für die Anwendung in der Kalk- und Zementindustrie entwickelt das Fraunhofer IKTS derzeit außerdem ein Konzept für die membrangestützte CO2-Abtrennung sowie ein zweistufiges Verfahren zur Nutzung von CO2. Im ersten Schritt wird dabei über Co-Elektrolyse aus Wasserdampf und CO2 ein Synthesegas erzeugt. Dieses wird im Anschluss zu Wachsen oder langkettigen Alkoholen umgewandelt.

Das Fraunhofer IKTS auf der Hannover Messe 2019: Halle 27, Stand E45

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