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Spannmittel

Cleveres Kombinieren von Spannsystemen verkürzt Rüstzeiten

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Welche Art von Aufspannung jeweils optimal ist, hängt zum einen vom Werkstück, zum anderen von der Maschine ab. Ausgehend von den unterschiedlichen Maschinentypen hat Schunk daher eine Systematik entwickelt, die die Auswahl geeigneter Module erleichtert.

Kollisionsfreies, flexibles Arbeiten an fünf Seiten des Werkstücks

Ob Standardspannstationen für Drei-Achs-Bearbeitungszentren, Spannmittel für Wiegeplatten von Vier-Achs-Vertikal-Bearbeitungszentren, Aufspanntürme für Vier-Achs-Horizontal-Bearbeitungszentren oder erhöhte Spannmittel für Fünf-Achs-Bearbeitungszentren – über 500 Kombinationsmöglichkeiten bietet das Programm.

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Ergänzend zu den klassischen Spannsystemen gewinnt beispielsweise im Werkzeugbau das Thema der Direktspannung eine immer größere Bedeutung. Dabei werden die Werkstücke mit Spannbolzen bestückt und unmittelbar in Nullpunktspannmodulen gespannt. Damit die Maschinenspindel ungehindert alle fünf Seiten der Werkstücke erreicht, gibt es standardisierte Modulerhöhungen in unterschiedlichen Höhen, die beidseitig mit Nullpunktspannmodulen ausgerüstet sind.

Mit ihrer Hilfe lassen sich Werkstücke in Sekundenschnelle direkt, also ohne zusätzliche Spannmittel und damit ohne Störkonturen, auf dem Maschinentisch oder auf Spanntürmen spannen. Sie ermöglichen ein kollisionsfreies Arbeiten, eine definierte Spannsituation und eine zuverlässige Simulation der Bearbeitung. Hinzu kommt, dass Werkstückänderungen aufgrund der hohen Genauigkeit der Spannlösung innerhalb kürzester Zeit realisiert werden können.

Anwender, die Erfahrungen mit dem Prinzip der Direktspannung gesammelt haben, gehen meist sogar noch einen Schritt weiter: Sie berücksichtigen die Position der Spannbolzen bereits bei der Konstruktion der Werkstücke und gewährleisten so eine maximale Effizienz und Genauigkeit im Bearbeitungsprozess.

Funktionsteile des Nullpunktspannsystems sind aus gehärtetem Edelstahl

Das Nullpunktspannsystem Vero-S spannt Werkstücke, Spannmittel, Paletten, Spannstationen und Spanntürme über einen oder mehrere Spannbolzen. Im Nullpunktspannmodul radial angeordnete Spannschieber ziehen den Spannbolzen ein und verriegeln ihn selbsthemmend und formschlüssig über ein Federpaket. Die Fixierung beziehungsweise die Positionierung erfolgt über einen Kurzkegel. Dies garantiert eine Wechselwiederholgenauigkeit mit einer Maximalabweichung unter 0,005 mm.

Um Lebensdauer und Prozesssicherheit zu erhöhen, sind bei dem Nullpunktspannsystem sämtliche Funktionsteile wie Grundkörper, Spannbolzen und Spannschieber in gehärtetem Edelstahl ausgeführt und damit korrosionsbeständig. Zudem ist das wartungsfreie Modul komplett abgedichtet und so vor Spänen, Staub und Kühlschmiermittel geschützt. Aufgrund des Eil- und Spannhubs verfügt Vero-S über eine Einzugskraft bis 9000 N. Mit aktivierter Turbofunktion, die bei jedem Modul bereits integriert ist, beträgt die nachgewiesene Einzugskraft bis zu 40.000 N.

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