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Zustandsorientierte Wartung

Cloudbasiertes Monitoringsystem vermeidet Ausfälle in Härtereiöfen

| Redakteur: Stéphane Itasse

Beim Watch-Dogg handelt es sich um ein cloudbasiertes Monitoringsystem, das die gesammelten Daten über eine Ethernetverbindung oder ein Mobilfunknetz versendet.
Beim Watch-Dogg handelt es sich um ein cloudbasiertes Monitoringsystem, das die gesammelten Daten über eine Ethernetverbindung oder ein Mobilfunknetz versendet. (Bild: Avio Europa)

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Um Ausfälle von Härtereiöfen zu vermeiden, hat die amerikanische SBS Corporation mit dem Watch-Dogg ein cloudbasiertes Monitoringsystem entwickelt, das eine zustandsorientierte Wartung unterstützt.

An das Basissystem können bis zu zwölf unterschiedliche Sensoren angeschlossen werden, die alle kritischen Prozessparameter überwachen. Sämtliche Daten über den Ofenzustand werden in einer Cloud gespeichert und sind mit Smartphone, Tablet oder PC abrufbar. Anlagenbetreiber können somit rechtzeitig reagieren, um auch die Verfügbarkeit alter Industrieöfen zu maximieren. Das Monitoringsystem wird im deutschsprachigen Raum von der Avion Europa GmbH vertrieben.

Ausfälle von Härtereiöfen kommen teuer zu stehen

„Die Überwachung der wichtigsten Anlagenkomponenten in Härtereiöfen ist essenziell, um Anlagenausfälle zu minimieren“, sagt Roland Caminades, Geschäftsführer der Avion Europa GmbH. „Wenn beispielsweise das Abschrecköl eine zu hohe Feuchtigkeit aufweist, kann dies zu verlängerten Abkühlzeiten und bei verspäteten Wartungsmaßnahmen zu Härtereibränden führen. Viele unserer Kunden nutzen daher bereits unseren Aqua-Sense-Sensor, um die Feuchtigkeitsgehalt ihrer Abschrecköle zu messen. Doch es gibt deutlich mehr Parameter, die einen Einfluss auf die Anlagenverfügbarkeit ausüben.“ Deswegen wurde der Watch-Dogg so konzipiert, dass er bis zu zwölf unterschiedliche Messinstrumente parallel verwalten kann. Ein modulares Überwachungssystem dieser Komplexität mit einem adäquaten Preisgefüge war bisher noch nicht auf dem Markt verfügbar, wie das Unternehmen berichtet.

Befindet sich kein Mitarbeiter in der Nähe des Härteofens, können Lichtsignale übersehen oder Alarmtöne überhört werden. Mit Watch-Dogg ist dies ausgeschlossen. Damit unterstützt das System die vorausschauende Wartung und warnt rechtzeitig vor Störungen, wodurch ungeplante Anlagenstillstände vermieden werden. „Die Wahl der Messvorgänge und Sensoren richtet sich je nach gemessenem Parameter“, erläutert Caminades. „Der Watch-Dogg kann an vollkommen unterschiedliche Sensoren angeschlossen werden, um die wichtigsten Parameter in Härtereiöfen zu überwachen: beispielsweise Druck, Temperatur, Vibration, Durchfluss oder relative Feuchtigkeit.“ Die Sensoren müssen dabei nicht unbedingt im Ofen angebracht werden, sondern können die Werte auch indirekt ermitteln. Mithilfe eines Vibrationssensors lässt sich zum Beispiel erkennen, wann ein Lüfterflügel nicht mehr rund im Lager läuft, da sich die Frequenz langsam verändert. Dies gilt auch für Pumpen und weitere mechanische Komponenten.

Anwender werden bei Abweichungen der Härteparamenter schnell informiert

Um eine rechtzeitige Warnung zu ermöglichen, werden die Sensoren im Vorfeld auf einen Toleranzbereich eingestellt. „Sobald die Parameter von den Sollwerten abweichen, erhält der Anwender eine Mitteilung auf einen mit der Cloud verbundenen Rechner und er kann sofort Gegenmaßnahmen einleiten“, meint Caminades. Für die Datenverwaltung werden die Prozessdaten als Milliamperewerte in der Cloud gespeichert. Erst wenn das Signal an den Empfänger übertragen wird, übersetzt das System die Daten in eine lesbare Nachricht. Damit ist die Sicherheit der Informationen gewährleistet, wie es in der Mitteilung heißt.

Das Monitoringsystem ist für Europa konfiguriert und trägt die CE-Kennzeichnung. Dank des kompakten Designs ist die Montage an einer Wand möglich oder kann in einen Schaltschrank integriert werden. In der Grundausstattung enthält der Watch-Dogg zunächst nur den Signalübersetzer. Das System kann aber je nach Bedarf mit zusätzlichen Sensoren erweitert werden. Dies ist in der Basisausführung auf bis zu 12 Datenkanäle auch nachträglich möglich. Bei Bedarf können auch zwei Systeme mit insgesamt 24 Datenkanälen miteinander kombiniert werden.

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