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Predictive Maintenance Cloudlösung macht Maschinenwartung smart

| Autor / Redakteur: Christian Leopoldseder / Robert Horn

Die Herausforderung der Digitalisierung besteht darin, aus den steigenden Datenmengen die richtigen Erkenntnisse zu ziehen. Ein ERP-Anbieter hat jetzt eine Lösung für smarte Wartung – und setzt dabei auf Industrie-4.0-Technik aus den Werkshallen.

Der Servicemitarbeiter wird nach Nähe und Kapazität ausgewählt und erhält alle wichtigen Informationen auf sein mobiles Endgerät. Vor Ort protokolliert eine App den Einsatz.
Der Servicemitarbeiter wird nach Nähe und Kapazität ausgewählt und erhält alle wichtigen Informationen auf sein mobiles Endgerät. Vor Ort protokolliert eine App den Einsatz.
(Bild: Asseco Solutions)

Der größte Experte für ein Produkt ist in aller Regel der Hersteller selbst. In vielen Fällen weiß er sehr genau, an welchen Details sich eine baldige Funktionsstörung seines Produkts ganz konkret bemerkbar macht. Bei einem Aufzughersteller kann dies beispielsweise die Dauer des Nachschwingens nach einem Stopp sein. Überschreitet diese einen bestimmten Grenzwert, deutet das auf einen bevorstehenden Ausfall des Aufzugs hin. Die Herausforderung besteht jedoch darin, dieses Spezialwissen in der Praxis auch tatsächlich nutzen zu können. Denn fertiggestellte Produkte wie Aufzüge befinden sich in der Regel beim Kunden vor Ort im Betrieb – und damit außerhalb der Reichweite des Herstellers.

Wartung über die Wolke

Um diese Hürde zu umgehen, überträgt beispielsweise der ERP-Anbieter Asseco Solutions die vernetzte Technologie der smarten Fabrik in die Wartung. Mithilfe der Servicelösung SCS bietet das Unternehmen die Möglichkeit, Maschinen beim Kunden vor Ort in ein cloudbasiertes Wartungssystem einzubinden. Auf diese Weise bleiben Anbieter oder Instandhalter mit ihrer Maschine in Kontakt, auch nachdem diese die eigenen Werkshallen verlassen hat. Möglich wird so die integrierte Abdeckung des gesamten Service- und Wartungsprozesses, von den Sensoren an der Maschine über die Einsatzplanung bis hin zur eigentlichen Wartung und Dokumentation vor Ort.

Dreh- und Angelpunkt bildet dabei stets die zu wartende Maschine. Sie erfasst im Praxiseinsatz beim Kunden vor Ort kontinuierlich Daten über ihren eigenen Betriebszustand. Diese sendet sie über eine gesicherte Verbindung in die Cloud. Die entsprechende Infrastruktur kann dabei sowohl lokal als auch öffentlich betrieben werden. Durch die Analyse der Daten bleibt der Instandhalter stets über die Funktionstüchtigkeit der Maschine informiert. Deuten die Daten etwa auf den baldigen Ausfall einer Komponente hin, wird ein entsprechender Serviceeinsatz bereits vorausschauend ausgelöst, um so einem tatsächlichen Produktivitätsausfall zuvorzukommen.

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