Kommentar Cluster als Eckpfeiler der Zukunftsstrategie

Redakteur: Ken Fouhy

Die Infotagung der Forschungsvereinigung Antriebstechnik (FVA) hat für mich verdeutlicht, was Deutschland von fast allen anderen Industrienationen unterscheidet. Mehr als 500 Ingenieure aus Industrie und Forschung haben in Würzburg zwei Tage lang den Ergebnissen und Zwischenberichten aus den mehr als 100 FVA-Forschungsprojekten zugehört, die Vorträge offen bewertet und die Erkenntnisse in Bezug auf ihre Betriebe reflektiert.

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Alle deutschen Unternehmen, die in der Antriebstechnik von Bedeutung sind, sind Mitglied in der FVA. Auf den globalen Märkten konkurrieren sie teilweise bis aufs Blut miteinander. In der vorwettbewerblichen Forschung jedoch setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass jeder Beteiligte von einem gemeinsamen Vorgehen profitiert.

Konkurrenten profitieren von gemeinsamer Forschung

„Die Gemeinschaftsforschung bietet den Unternehmen die Möglichkeit, ihr technisches Know-how und die Qualität ihrer Produkte zu verbessern sowie die Produktionskosten zu senken“, meint FVA-Geschäftsführer Hartmut Rauen. Und genau auf eine Senkung der Produktionskosten und eine Erhöhung der Effizienz in der Produktentwicklung kommt es an, um Deutschland als Produktionsstandort zu stärken.

Ähnliche Netzwerke wie die FVA gibt es in vielen Schlüsseldisziplinen der Elektrotechnik sowie dem Maschinen- und Anlagenbau. Dieser Netzwerk- und Cluster-Gedanke ist auch für die Hightechstrategie der Bundesregierung von zentraler Bedeutung.

Cluster werden für Unternehmen bedeutsamer

„Für Unternehmen werden Cluster immer wichtiger“, meint denn auch Dr. Arend Oetker, Vorsitzender der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft. „Die sich stetig vernetzende und von transdisziplinären Erkenntnissen getriebene Forschung und Entwicklung können sie nicht mehr allein, sondern nur noch im Verbund und in langfristigen Partnerschaften schultern.“

Bereits zehn Spitzencluster sind in fünf Bedarfsfeldern gebildet worden. Die Exzellenzinitiative in Bildung und Forschung hat zudem 37 Exzellenzcluster gegründet, in denen Forschung auf internationalem Spitzenniveau stattfindet.

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