Suchen

Forschung

CO2 aus Hüttengasen soll zu Chemikalien werden

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Forscher wollen Prozesse gezielt in die industrielle Anwendung überführen

Professor Robert Schlögl, Direktor am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim: „Unser Institut sieht seine Aufgabe darin, die grundlegenden chemischen Prozesse der Energieumwandlung zu erforschen, um somit zur Entwicklung neuer und leistungsfähiger Katalysatoren beizutragen.“ Den Beitrag des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik skizziert dessen Leiter Prof. Eckhard Weidner: „Wir werden die im Projekt erforschten Prozesse gezielt in die industrielle Anwendung überführen.“

Planerische und wissenschaftliche Vorarbeiten für das Projekt haben die Thyssenkrupp AG mit ihren Konzernunternehmen Thyssenkrupp Steel Europe, Deutschlands größtem Stahlhersteller, und Thyssenkrupp Uhde, einem weltweit führendem Ingenieurunternehmen für Chemie-, Raffinerie- und andere Industrieanlagen, sowie mit dem Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim bereits in einem Vorbereitungsprojekt geleistet, wie es weiter heißt.

Großes Interesse von Kooperationspartnern am Forschungsprojekt

Entsprechend groß sei das Interesse kooperationsbereiter Partner: Rund 40 Vertreter von Forschungsgesellschaften, Universitäten und Unternehmen hätten sich in Duisburg versammelt, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Zu dem Kreis gehörten neben der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen und das in Duisburg ansässige Zentrum für Brennstoffzellentechnik. Die ersten industriellen Partner sind neben Thyssenkrupp BASF, Bayer, RWE und Siemens. Die Gruppe ist laut Mitteilung offen für weitere Mitglieder.

„Bayer Materialscience hat bereits zeigen können, dass CO2 als neuer Baustein für die nachhaltige Herstellung von Kunststoffen in Frage kommt“, sagt Produktionsvorstand Dr. Tony van Osselaer laut Mitteilung. „Nun sollten Industrie, Wissenschaft und Politik das Momentum nutzen und die Verwendung von CO2 als chemischem Rohstoff auf breiter Basis vorantreiben.“ Prof. Rolf Hellinger, der in der Siemens Corporate Technology das Technologiefeld Power & Energy Technologies leitet, ergänzt: „Die im Rahmen der Zusammenarbeit entwickelten Umwandlungsprozesse für industrielle Abgase sind ein wichtiger Baustein für künftige, nachhaltige Energiesysteme.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42500509)