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Ifo-Exporterwartungen Dämpfer für die deutsche Exportindustrie

| Redakteur: Robert Horn

Die Ifo-Eporterwartungen für Januar zeigen, dass sich die Unternehmen deutlich weniger Ausfuhren versprechen als noch im Vormonat. Die geopolitische Lage sorgt somit weiterhin für Unsicherheit.

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Steigende Exporte erwarten die Unternehmen im Januar deutlich weniger als im Vormonat.
Steigende Exporte erwarten die Unternehmen im Januar deutlich weniger als im Vormonat.
(Bild: Lufthansa Cargo)

Die deutschen Industriefirmen erwarten seltener als zuvor steigende Exporte. Die Exporterwartungen sanken im Januar auf 7,6 Saldenpunkte nach 11,6 im Vormonat. Die sich in den Vormonaten abzeichnende Dynamik im deutschen Exportsektor hat damit einen Dämpfer erhalten, nachdem der Index in den letzten zwei Monaten gestiegen war und damit fast den Höchststand von 2015 (11,7 Punkte im Februar und März) erreicht hatte. Es scheint, dass sich die Schwäche der Schwellenländer, allen voran Chinas, nun bemerkbar macht.

Pessimistischer wurden vor allem Unternehmen aus der Investitionsgüterbranche, besonders in der Elektroindustrie, im Maschinenbau und in der Automobilbranche. Von dem niedrigen Ölpreis profitiert gegenwärtig allerdings die Chemische Industrie. Die Exporterwartungen dort zogen merklich an.

MM-Index als Stimmungsbarometer der Industrie

Interessant werden diese Auwirkungen im Bezug auf den MM-Index, der sich im Januar deutlich robuster zeigt, als erwartet. So stieg das Vogel Business Media wöchentlich aktualisierte Stimmungsbarometer des Maschinen- und Anlagenbaus am 19. Januar auf den Jahreshöchststand von 0,60 Punkte. Es bleibt abzuwarten, ob der MM-Index dieses Niveau für den Rest des Monats halten kann.

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