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Umfrage

Das angestaubte Image des Roboters

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Bei dem Thema „Roboter in der Arbeitswelt“ verharrt das Gros der deutschen Bürger laut Umfrage in alten Denkmustern.
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Bei dem Thema „Roboter in der Arbeitswelt“ verharrt das Gros der deutschen Bürger laut Umfrage in alten Denkmustern. (Bild: ©Sasint - stock.adobe.com)

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Laut einer Studie sehen 71 % der Arbeitnehmer nach wie vor den Roboter als schwere, große Maschine, für den gefährliche Einsatz in der Industrie. Lediglich 41 % kann ihn sich im Service vorstellen.

Für Einsätze in der Krankenpflege reicht die Vorstellungskraft sogar nur bei 14 %. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage der Unternehmensberatung Staufen unter mehr als 1000 Arbeitnehmern in Deutschland.

„Unsere Studie zeigt, dass bei der großen Mehrheit der Arbeitnehmer – und zwar aus allen Branchen – noch immer das Bild des Roboters als besserem Lastenkran oder unerschrockenem Laserschweißer vorherrscht“, sagt Dr. Jochen Schlick, Senior-Partner bei Staufen Digital Neonex. „Kooperative Einsatzmöglichkeiten und flexible Aufgabenfelder wie etwa in indirekten Bereichen, dem Dienstleistungssektor oder im Gesundheitswesen werden hingegen noch völlig unterschätzt oder sind komplett unbekannt.“

Schnell wird aus Unwissen Unsicherheit

Das eher schlichte Bild vom „dummen Roboter“ dürfte ein entscheidender Grund dafür sein, dass nur ein Drittel der Arbeitnehmer befürchtet, künftig in punkto Präzision und Fehlerfreiheit von einem Roboter übertrumpft zu werden, in der Industrie denken dass sogar nur ein Viertel der Beschäftigten. „Dass dennoch rund die Hälfte der Arbeitnehmer den eigenen Arbeitsplatz durch Roboter bedroht sieht, macht deutlich, wie schnell aus Unwissen Unsicherheit wird – und zwar auch bei gut ausgebildeten Fachkräften und Akademikern“, so Senior-Partner Schlick.

Wie ihre Fertigung von der Mensch Roboter Kollaboration profitiert

Mensch Roboter Kollaboration

Wie ihre Fertigung von der Mensch Roboter Kollaboration profitiert

29.10.18 - Bei der Mensch Roboter Kollaboration trifft ein kollaborierender Roboter, kurz Cobot, barrierefrei auf seinen menschlichen Kollegen. Dafür muss der Roboter verschiedenen Ansprüchen genügen. Welche und vieles mehr, lesen Sie hier. lesen

Dabei sind Deutschlands Arbeitnehmer für die potenziellen Vorteile eines High-Tech-Kollegen durchaus offen. Fast drei Viertel von ihnen wünschen sich von ihm, dass er sie auf ihre Fehler aufmerksam macht. Ebenfalls schätzt die Mehrheit der Befragten die Berechenbarkeit und gleichmäßig hohe Qualität der Roboterarbeit. „Wie schon bei der Digitalisierung sind auch hier die Führungskräfte gefragt“, weiß Industrie-4.0-Experte Schlick. „Sie müssen ihre Mitarbeiter in die neue Arbeitswelt mitnehmen, Ängste und Vorurteile abbauen und gemeinsam mit ihnen konkrete Anwendungsbeispiele für den Einsatz von Robotern entwickeln.“

Schritt für Schritt zur sicheren Roboterapplikation

Sichere Mensch-Roboter-Kollaboration

Schritt für Schritt zur sicheren Roboterapplikation

Das vorliegende Whitepaper stellt Herausforderungen und Lösungsansätze bei der Umsetzung einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration im industriellen Umfeld vor. weiter...

Unterstützung bei der Aufklärungsarbeit könnte dabei in diesem Jahr aus dem privaten Bereich kommen. So planen sowohl der Online-Versender Amazon als auch der Roboter-Hersteller Boston Dynamics erste Roboter für den Hausgebrauch auf den Markt zu bringen. Darüber hinaus könnte es helfen, Roboter so menschenähnlich wie möglich zu gestalten: Laut Studie der Unternehmensberatung Staufen zusammen mit der Staufen Digital Neonex GmbH wünscht sich jeder zweite Arbeitnehmer, dass auch Roboter ein Gesicht sowie Arme und Beine haben.

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