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Formel 1 Das Haas-F1-Team liegt gut im Zeitplan für seine Premiere in 2016

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

2016 soll das Haas-F1-Team offiziell Gummi auf dem Melbourner Asphalt lassen, wenn es heißt, sein erstes Rennen bei der Formel-1-Weltmeisterschaft der FIA zu fahren und somit seit 30 Jahren das erste von den USA geführte F1-Team zu sein. Mit namhaften Teammanager, Chefdesigner und Chef-Aerodynamiker fiebert man jetzt bereits 2016 entgegen.

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Gene Haas, der 1983 Haas Automation gründete, wird der Hauptspnsor des Formel-1-Teams sein.
Gene Haas, der 1983 Haas Automation gründete, wird der Hauptspnsor des Formel-1-Teams sein.
(Bild: HAROLD HINSON PHOTOGRAPHY)

Die Zusammenstellung eines Teams für das Rennen stellt eine ungeheure logistische und technische Herausforderung dar. Doch unter Leitung des Teamchefs Günther Steiner hat das Haas-F1-Team bereits viele wichtige Etappenerfolge erzielt, obwohl die Saison 2016 noch ein ganzes Jahr entfernt ist.

Die Heimatbasis des Haas-F1-Teams in Kannapolis, North Carolina, USA, wurde kürzlich durch den Erwerb eines Stützpunktes in Banbury, Oxfordshire, Großbritannien, ergänzt. Das 3655 m2 große Gebäude wird dem Haas-F1-Team als Europa-Basis dienen. Damit hat das Team einfacheren und schnelleren Zugang zu seinen Zulieferern. Zudem wird die Logistik effizienter, wenn das Team zu den F1-Rennorten in Europa unterwegs ist.

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Auch mit der Ausrüstung des Teams, angefangen bei den Transportern über die Boxenausstattung bis zu Werkstatteinrichtung, geht es gut voran. Zum Schluss wird alles am Standort Banbury des Haas-F1-Teams untergebracht. Auch wichtige Personalfragen sind geklärt. So konnten Dave O’Neill als Teammanager, Rob Taylor als Chefdesigner und Ben Agathangelou als Chef-Aerodynamiker gewonnen werden.

In nur sechs Monaten ein Formel-1-Team aufbauen

O’Neill ist vom Marussia-F1-Team, das 2009 als Manor GP gegründet wurde, zum Haas-F1-Team gewechselt. Seine Erfahrungen sind für das Haas-F1-Team von großem Wert, denn bei Manor bestand seine Aufgabe darin, in nur sechs Monaten ein Formel-1-Team aufzubauen. Damals war er unter anderem dafür verantwortlich, Personal einzustellen, die Technik und Infrastruktur zu beschaffen, das Fahrzeugdesign zu beaufsichtigen und die Lieferanten auszuwählen. Von 1989 bis 2005 war O’Neill auch Teammanager von Jordan Grand Prix, bevor er zur A1GP-Serie ging, die als „Weltmeisterschaft des Motorsports“ beworben wurde. Dort war er Chefkoordinator für Technik und für die Serien- und Rennstreckentests der Fahrzeuge verantwortlich. In dieser Zeit war er auch Teammanager des Teams Irland der A1GP-Serie, das in der vierten Saison (2008 – 2009) die A1GP-Meisterschaft gewonnen hat.

Haas-Chefdesigner war zuvor bei Red Bull Racing, Jaguar, Ferrari und Benetton

Taylor ist ebenfalls von Marussia, wo er stellvertretender Chefdesigner war, zum Haas-F1-Team gekommen. Vor Marussia war er von April 2006 bis Dezember 2010 Leiter des Designteams von McLaren. Davor trug er ab 2002 für das Fahrzeugdesign von Red Bull Racing, Toro Rosso und Jaguar Verantwortung. Hinzu kommen leitende Tätigkeiten im Designbereich bei Arrows (1997 – 2002) und der Scuderia Ferrari (1992 – 1997) nach kürzeren Episoden bei Cosworth (1987 – 1989) und Benetton (1989 – 1992). Mit seiner Tätigkeit beim Haas-F1-Team geht er in sein 28. Jahr bei der Formel 1. In dieser langen Zeit hat er in allen Bereichen des F1-Designs wertvolle Erfahrungen sammeln können.

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