Corona-Schutz Das Kunststoff-Netzwerk hält auch gegen Corona stand!

Autor / Redakteur: Nicole Fleischmann / Peter Königsreuther

Viele, die es nicht besser wissen, kriegen beim Wort Kunststoff die Krise, wissen aber nicht, dass die Experten der Thematik sich für den Schutz der Gesellschaft engagieren – oft mehr als andere...

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Virulente Verhältnisse! Die Mitglieder des Kunststoff-Netzwerk Franken e. V. waren nicht untätig und haben sich Gedanken gemacht, wie ihr Know-how gegen Pandemie schützt. Hier ein Maskenhalter von Hachtel...
Virulente Verhältnisse! Die Mitglieder des Kunststoff-Netzwerk Franken e. V. waren nicht untätig und haben sich Gedanken gemacht, wie ihr Know-how gegen Pandemie schützt. Hier ein Maskenhalter von Hachtel...
(Bild: F. & G. Hachtel)

Speziell in schwierigen Zeiten, wie sie die ganze Welt und auch die Kunststoffbranche momentan aufgrund der Corona-Pandemie erleben, ist Zusammenhalt und ein gut ausgebautes Netzwerk wichtiger denn je. So lassen sich die gestellten Herausforderungen viel leichter bewältigen und effiziente Gegenmaßnahmen finden. Ein solches hat das Kunststoff-Netzwerk Franken, kurz KNF, geknüpft.

Viele Unternehmen müssen aufgrund der Corona-Pandemie große Einbußen in Kauf nehmen, Umsätze gehen zurück, Aufträge brechen weg. Dennoch gibt es auch zahlreiche Erfolgsgeschichten zu berichten, in denen KNF-Mitgliedsunternehmen mit innovativen Ideen, Teamwork über die Unternehmensgrenzen hinweg und unermüdlichem Einsatz in neue Märkte vordringen und mit der Entwicklung und Herstellung der während der Pandemie so dringend benötigten Hilfsmittel zur Bewältigung der Krise beitragen. Die in kürzester Zeit umgesetzten innovativen und kreativen Ideen der KNF-Mitglieder reichen dabei vom nützlichen Kunststoffbauteil bis zur vollautomatischen Fertigungsstraße. Nachfolgend wollen wir einige Beispiele exemplarisch vorstellen.

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Krisenstimmung gebiert neuartig-kreative Ideen

Zur Ergänzung der persönlichen Schutzausrüstung von beispielsweise medizinischem Personal stellen zahlreiche Unternehmen Gesichtsvisiere her, die vor allem den Träger vor dem Kontakt mit infektiösen Tröpfchen schützen. Face-Shields werden unter anderem von den folgenden Playern produziert und vertrieben: Dr. Schneider Unternehmensgruppe, Wolfrum Formenbau GmbH & Co. KG, Rehau AG + Co, Kunststoff-Zentrum SKZ, F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG, Leistritz Extrusionstechnik GmbH, Neue Materialien Bayreuth GmbH, Wirth Werkzeugbau GmbH, Robert Hofmann GmbH, ZSI technology GmbH.

Innovative und wiederverwendbare Atemmasken aus hautverträglichen Kunststoffen, die das Atmen im Vergleich zu Stoffmasken nicht behindern, wurden von der Providee GmbH, der Modelltechnik Rapid Prototyping GmbH, dem Kunststoff-Zentrum SKZ, der Yizumi Precision Machinery (Germany) GmbH sowie der F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG entwickelt. Die Kunststoffmasken mit wechselbarem Filtereinsatz sind im Vergleich zu Einwegprodukten mehrfach nutzbar, desinfizierbar und umweltfreundlich.

Um ein unangenehmes Drücken der Gummibänder von Atemmasken vor allem bei längeren Tragezeiten zu verhindern, können die Maskenhalter der Ewikon Heißkanalsysteme GmbH oder der F. & G. Hachtel GmbH & Co. KG helfen und den Maskenträger entlasten.

Desinfektion und Sterilisation sind weitere Waffen gegen das Virus

Zusätzlich zu Acrylglas-Thekenaufsätzen zum Schutz vor infektiösen Tröpfchen zum Beispiel im Empfangsbereich von Unternehmen hat die Gako Deutschland GmbH einen mobilen Sterilisator zur dynamischen Desinfektion der Raumluft und eine 360° Desinfektions- und Ladebox für Mobiltelefone und andere Alltagsgegenstände entwickelt, wobei die keimtötende Wirkung durch die Bestrahlung mit UV-C Licht erreicht wird.

Angesichts der Versorgungsengpässe bei Desinfektionsmitteln hat die auf die technische und chemische Wasseraufbereitung und -behandlung spezialisierte Schweitzer-Chemie GmbH ihr Produktportfolio gegenwärtig um ein Oberflächendesinfektionsmittel erweitert.

Die PerkinElmer LAS (Germany) GmbH entwickelte einen Analysator zur schnellen und zuverlässigen Bestimmung des Ethanol- beziehungsweise Isopropanolgehalts von Handdesinfektionsmitteln, welcher als wichtiger Kennwert für die desinfizierende Wirkung der Mittel besonders für die Produktsicherheit entscheidend ist.

Das Kunststoff-Zentrum SKZ bietet eine Hotline zu Fragen der Kunststoff-Produkteprüfung an, unter welcher fachkundige SKZ-Experten beraten und bei Prüfprojekten unterstützen. Insbesondere, weil ab sofort am SKZ auch Erstprüfungen sowie Eingangsqualitätskontrollen von Schutzmasken zur Feststellung deren Tauglichkeit und technischer Eignung möglich sind.

Auch das ist noch „gelaufen“:

  • Hygieneschutzwände: Kunststoff-Zentrum SKZ, ZSI technology GmbH;
  • Behälter für Desinfektions-/Reinigungsmittel: Trassl Polymer Solutions GmbH, HK Cosmetic Packaging GmbH, ZSI technology GmbH, Heinz-Plastics Böhm GmbH (Verschlüsse);
  • Rohmaterialien/Compounds: Allod Werkstoff GmbH & Co. KG, Leistritz Extrusionstechnik GmbH;
  • Komponenten: Werkzeugbau Siegfried Hofmann GmbH (Betriebsmittel, Anlagen, Metallwaren), Wirth Werkzeugbau GmbH (Komponenten für Face-Shields und Schutzbrillen), Robert Hofmann GmbH (3D-Druck, Spritzguss, Werkzeugbau), Raumedic AG (Kunststoffschläuche für Medizinanwendungen);
  • Sonstiges: Kunststoff Helmbrechts AG (Clip zur einfachen Maskenherstellung), ZSI technology GmbH (Hygieneboxen).

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