Aus für München Das nächste Bosch-Werk ist bedroht

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

Vor Tagen Arnstadt! Und jetzt denkt der Automobilzulieferer Bosch bereits über Verlegung der Fertigung des Werks in München Berg am Laim nach. Rund 250 Mitarbeiter sind betroffen.

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Dpa meldet, dass Bosch die Produktionsverlagerung seines Werks in München Berg am Laim plant. Als Grund wird der kontinuierliche Rückkang der dort gefertigen Komponenten genannt.
Dpa meldet, dass Bosch die Produktionsverlagerung seines Werks in München Berg am Laim plant. Als Grund wird der kontinuierliche Rückkang der dort gefertigen Komponenten genannt.
(Bild: dpa)

Der Autozulieferer Bosch erwägt eine Verlagerung der Produktion seines Werks in München Berg am Laim, wie dpa gestern meldete. Bosch spreche momentan mit den Arbeitnehmervertretern über zur Zukunft des Standorts, sagte eine Unternehmenssprecherin. Der Grund für diese Überlegungen ist, dass die absehbare Stückzahlentwicklung, der in München gefertigten Komponenten, für die nächsten Jahre weiter rückläufig sein werde. An diesem Standort werden elektrische Kraftstoffpumpen und Einspritzventile gefertigt. Bosch beschäftigt dort derzeit 250 Mitarbeiter.

Andere Szenarien rechnen sich wohl nicht

Diese Entwicklung wird die bereits bestehenden Überkapazitäten in München noch verstärken und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes weiter schwächen, erklärte Bosch. Zu den diskutierten Szenarien gehört der Sprecherin zufolge die Verlagerung der Fertigung. Der Verbleib der Produktion in München, quasi als verlängerte Werkbank für Nürnberg, werde zwar auch geprüft, aus Unternehmenssicht sei dies jedoch unwirtschaftlich. Angesichts der Produkte wird klar, dass der E-Mobil-Boom dabei eine entscheidende Rolle spielt. Und der Standort in Arnstadt wird geschlossen, weil Lichtmaschinen und Generatoren, die dort vom Band laufen, in modernen E-Fahrzeugen obsolet sind.

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