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China Market Insider Das Spiel um den „Schwarzen Peter“ im Fall Siltronic

Ein Gastbeitrag von Henrik Bork

Hinter der gescheiterten Übernahme des Münchner Chip-Zulieferers Siltronic stehen letztendlich auch industriepolitische Ziele. Welche das sind und warum die Übernahme von wem verhindert wurde.

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(©Eisenhans - stock.adobe.com)

Die Übernahme des deutschen Wafer-Herstellers Siltronic in München durch das taiwanesische Unternehmen Global Wafers ist am 1. Februar gescheitert, weil er nicht rechtzeitig die behördliche Genehmigung in Deutschland erhalten hat. Die Deutschen wiederum beschuldigten die chinesischen Kartellbehörden in Peking, nicht schnell genug zugestimmt zu haben.

Dieses internationale Spiel von der Sorte „Schwarzer Peter“ ist – unabhängig davon, wem man in diesem Fall die Schuld geben möchte – eine Erinnerung an die Komplexität des internationalen Kartellrechts, das in jüngster Zeit immer häufiger für industriepolitische Ziele instrumentalisiert wird.