Hannover-Messe 2016 Datenklau in der Industrie

Redakteur: Linda Kuhn

Mensch-Maschine-Kommunikation, smarte Roboter und digitale Fabriken: Grundlage der Vernetzung sind Daten. Dies bietet viele Vorteile, aber auch Angriffsflächen für Spionage.

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Datenklau, Spionage und Sabotage: Zwei Drittel der Industriebetriebe sind davon betroffen.
Datenklau, Spionage und Sabotage: Zwei Drittel der Industriebetriebe sind davon betroffen.
(Bild: VBM)

Zwei von drei Industrieunternehmen (69 %) sind in Deutschland in den letzten zwei Jahren Opfer von Datendiebstahl, Wirtschaftsspionage oder Sabotage geworden. Dies ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Zum Vergleich: In der Gesamtwirtschaft sind durchschnittlich nur 51 % aller Unternehmen von entsprechenden Delikten betroffen. Nach Berechnungen des Bitkom beläuft sich der Schaden für die deutsche Industrie jährlich auf über 22 Mrd. Euro. Dabei ereignen sich die kriminellen Vorfälle am häufigsten in der Produktion oder Fertigung (36 %). Das am meisten auftretende Delikt ist mit 32 % der Diebstahl von Smartphones, Computern oder Tablets und danach von sensiblen physischen Dokumenten, Bauteilen oder Mustern.

Weil sich mit der Vernetzung von Maschinen über das Internet sowie mit dem Trend zur digitalen Fabrik neue Herausforderungen ergeben, sollten Unternehmen laut Bitkom einerseits die technische IT-Sicherheit steigern. Das heißt, zusätzlichen Schutz einsetzen, der über die Basisabsicherung mit Virenscanner, Firewall und Passwortsicherheit hinausgeht. Zweitens empfiehlt der Bitkom, den organisatorischen Schutz zu erhöhen, zum Beispiel Regelungen zum Datenzugriff festzulegen.

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Weitere Möglichkeiten seien das Verbessern der personellen Sicherheit durch Aufklärung und das Anstreben von Sicherheitszertifizierungen.

Bitkom auf der Hannover-Messe 2016: Halle 7, Stand D28

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