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Digitale Sicherheit

Datentransfer bei Bankgeschäften sicherer machen

| Redakteur: Beate Christmann

Die Masterstudenten Philip Ridder und Jeroen Schäfer waren an der Entwicklung von Enigtix maßgeblich beteiligt: Gemeinsam mit Prof. Dr. Udo Jorczyk von der Westfälischen Hochschule wollen sie mit dem neuen Gerät den Transfer sensibler Daten sicherer machen
Die Masterstudenten Philip Ridder und Jeroen Schäfer waren an der Entwicklung von Enigtix maßgeblich beteiligt: Gemeinsam mit Prof. Dr. Udo Jorczyk von der Westfälischen Hochschule wollen sie mit dem neuen Gerät den Transfer sensibler Daten sicherer machen (Bild: WH/BL)

Die Westfälische Hochschule hat mit dem Enigtix ein Gerät entwickelt, das die softwarebasierte Sicherheit für einen Datentransfer um hardwarebasierter Technik erweitern und sicherer machen soll. Im Enigtix wird eine digitale Identität physikalisch verschlüsselt, die nicht kopiert werden kann. Die Eingabe von Benutzername und Passwort würde damit für eine Datenübertragung nicht mehr ausreichen.

Bankgeschäfte per Smartphone vorzunehmen ist heute keine Seltenheit mehr. Jedoch zeigen sich immer noch viele Menschen diesem Thema skeptisch gegenüber und stellen sich die Frage, wie sicher derartige Datentransfers tatsächlich sein können. Mit dem sogenannten Enigtix haben Wissenschaftler der Westfälischen Hochschule nun ein Gerät entwickelt, das die Datensicherheit deutlich erhöhen soll.

Software und Hardware machen Datentransfer sicherer

„Eine Kombination aus Software und Hardware macht Verschlüsselungssysteme deutlich sicherer“, erklärt Prof. Dr. Udo Jorczyk von der Westfälischen Hochschule. Bereits vor rund einem halben Jahr kündigte der Forscher eine Geräteentwicklung an, die softwarebasierte Sicherheit für den Datentransfer mit hardwarebasierter Technik kombinieren würde. Nun ist der Prototyp fertig: Das Gerät heißt Enigtix und ist etwa so groß wie ein Funkschlüssel.

„Die heute vielfach übliche Verwendung von Benutzername und Passwort zur Anmeldung reicht nicht mehr aus“, zeigt Jorczyk die Bedeutung seiner Arbeit auf. In Enigtix ist nun eine digitale Identität physikalisch fest verschlüsselt, die nicht kopiert oder verändert werden können soll. Hinzu kommt eine zweite Authentifizierung, die im Moment über einen digitalen Fingerabdruck auf dem Smartphone des Nutzers sichergestellt wird. Später soll der Fingerabdruck durch Gesichtserkennung oder einen Iris-Scan des Nutzers ersetzt werden. Sowohl der Hardware-Schlüssel als auch das biometrische Erkennungszeichen des Nutzers seien eindeutig und nicht kopierfähig.

BYOD: Nutzung privater Geräte im beruflichen Umfeld

Weitere Anwendungsgebiete von Enigtix sieht Jorczyk im sicheren Zugriff auf Smart-Home-Systeme, auf Daten-Clouds, auf Automobiltechnik und Krankenhausdaten mit mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets oder Notebooks. Und gemäß des Trends BOYD (Bring your own device) soll es die Nutzung privater Geräte im beruflichen Umfeld ermöglichen.

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