Solid Edge Deine CAD-Software folgt Dir

Autor / Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Auch Solid Edge geht nun in die Cloud: Mit der neuen Version der CAD-Software stehen umfangreiche Cloud-Funktionen zur Verfügung, doch der Anwender muss nicht auf eine lokale Datenhaltung verzichten.

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Die neue Version Solid Edge ST9 bietet Cloud-Anbindung zur Datenspeicherung, sodass Konstruktionsdaten und Nutzerkonfigurationen überall zugänglich sind.
Die neue Version Solid Edge ST9 bietet Cloud-Anbindung zur Datenspeicherung, sodass Konstruktionsdaten und Nutzerkonfigurationen überall zugänglich sind.
(Bild: Siemens PLM Software)

Mit der neuen Version von Solid Edge bietet Siemens eine CAD-Software, die die Möglichkeiten von Cloud-Anwendungen mit 3D-Modellierung und Datenmanagement verbinden soll. Wie Dan Staples, Vice President Mainstream Engineering R&D bei Siemens Industry Software, beschrieb Solid Edge ST9 während der Produktvorstellung als „CAD, das Dir überall hin folgt, egal wo Du bist.“

Personalisierte Umgebung der CAD-Software an jedem Arbeitsplatz

Neue Cloud-Funktionen bieten dem Anwender Optionen für einen schnelleren und flexibleren Einsatz, einen leichteren Zugriff von überall sowie eine einfachere Zusammenarbeit innerhalb verteilter Konstruktionsteams. Die Lizenz liegt in der Cloud und folgt dem Nutzer: alle persönlichen Einstellungen können hier gespeichert werden, sodass Anwender ihre personalisierte Umgebung jederzeit und an jedem möglichen Arbeitsplatz zur Verfügung haben. Mit Solid Edge ST9 ist es jetzt auch möglich, Daten durch cloudbasiertes Vaulting zu speichern. Dadurch können Konstruktionsdaten kontrolliert gespeichert und schneller mit externen Zulieferern und Partnern ausgetauscht werden indem externe Cloudanbieter wie Dropbox, Onedrive, Google Drive und Box eingesetzt werden. Damit lassen sich Daten viel einfacher immer aktuell halten, da Änderungen synchronisiert werden. Sind Dateien in Bearbeitung, werden sie für den Austausch blockiert Die Anwender können damit effizient online, aber auch jederzeit lokal arbeiten. Ein automatisches Update der Software in der Cloud ist, wenn gewünscht, möglich.

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„Es ging noch nie schneller oder einfacher, Solid Edge zu implementieren“, sagt John Miller, Senior Vice President Mainstream Engineering Software bei Siemens PLM Software. „Solid Edge ST9 bietet branchenweit die flexibelsten Lizenzierungsoptionen. In Kombination mit den neuen cloudbasierten Möglichkeiten kommen wir so weiter unserem Versprechen nach, einfach installierbare Software anzubieten. Unsere Kunden entscheiden letztlich selbst, wie sie die Software erwerben, installieren und nutzen wollen.“

Zudem weist Siemens darauf hin, dass Solid Edge trotz Cloud-Lizensierung ein verlässliches System ist: Zum einen ist die Performance aufgrund der Internet-Nutzung hoch und die Software stürzt auch während einer Unterbrechung der Internetverbindung nicht ab, zum anderen sind die Anwendungsdaten lokal gespeichert.

Migration von Konstruktionsdaten aus anderen CAD-Systemen

Mit neuen Migrationstools lassen sich bestehende Konstruktionsdaten aus praktisch jedem CAD-System schnell umwandeln. Werden noch umfassendere Datenmanagement-Funktionen benötigt, ermöglicht Solid Edge ST9 ein einfaches Upgrade zum Siemens Teamcenter Portfolio, der weltweit am häufigsten genutzten Digital Lifecycle Management Software. Solid Edge ST9 ist jetzt noch besser in Teamcenter integriert, um kritische Datenverwaltungsaufgaben einfacher zu lösen.

Neue Migrationswerkzeuge bauen auf dem bestehenden Werkzeugsatz für den Import von CAD-Daten auf. So ist es jetzt beispielsweise möglich, die Assoziationen zwischen Modellen und Zeichnungen aus Solidworks nach Solid Edge zu migrieren. Darüber hinaus garantiert ein robustes Solid Edge 2D-to-Autocad-Werkzeug, dass Zeichnungselemente aus Solid Edge nahtlos in Autocad abgebildet werden. Solid Edge ST9 erleichtert auch den Zugang zu 2D-Konstruktionen, die in der kürzlich vorgestellten Software Catchbook von Siemens erstellt werden. So lassen sich aus handgezeichnete Skizzen schnell parametrische 3D-Modelle und professionelle Konstruktionszeichnungen ableiten, die dann direkt in die 3D-CAD-Software übernommen werden können.

Integration in Teamcenter verbessert

Die optimierte Integration in Teamcenter umfasst eine neue Multifunktionsleiste, die den Zugang zu Vorgängen beim Datenmanagement vereinheitlicht. Außerdem gibt es ein neues, integriertes Fenster für den Teamcenter Active Workspace. Mit der Multifunktionsleiste können Konstrukteure schnell nach Verwendungsnachweisen suchen und Workflows in Teamcenter anstoßen. Informationen über Eigenschaften lassen sich einfach anzeigen und bearbeiten. Die Synchronisierung von Daten ist nachvollziehbar.

Mit dem Active Workspace – einer intuitiven, hoch visuellen und personalisierten Umgebung für den direkten Zugriff auf Informationen – können Konstrukteure einfache, textbasierte „Filter“-Suchen durchführen. So finden sie die Daten, die sie brauchen, und können die Bauteile anschließend zum Bearbeiten in Solid Edge ziehen oder in einer Baugruppe platzieren.

Neue, integrierte Funktionen für das Datenmanagement, wie die Sofortsuche nach Dateien und Einstellungen sowie die Wirkungsanalyse, versetzen Anwender in die Lage, die stetig wachsenden Mengen an CAD-Daten zu kontrollieren. Es ist weder nötig, Datenbanksoftware zu installieren, noch Datenbanktabellen zu pflegen; die Suche wird direkt im Internet Explorer durchgeführt.

3D-Drucker nutzen wie einen Desktop-Drucker

Anhand der automatischen Saftpresse von Zumex und der Synchronious Technology zeigt Siemens PLM Software, wie schnell und flexibel die 3D-Modellierung funktioniert: vom Design über die Bearbeitung von Flächen oder die Fräsbearbeitung bis hin zu 3D-gedruckten Komponenten. So ist beispielsweise über die Funktion „Solid print“ das Ausdrucken direkt am 3D-Drucker oder über einen Online-Druckservie möglich – inklusive Druckvorschau mti Druckdauer.

Solid Edge ST9 ist voraussichtlich ab Sommer 2016 erhältlich. MM

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