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Standort Bayern

Der bayerische Löwe lässt sich nicht unterkriegen

17.06.2009 | Autor / Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Verliert auch in der Krise nicht an Biss: der bayerische Löwe. Bild: Itasse
Verliert auch in der Krise nicht an Biss: der bayerische Löwe. Bild: Itasse

Die aktuelle Wirtschaftskrise geht auch an den bayerischen Unternehmen nicht vorbei. Doch eine ganze Reihe von ihnen nutzt die Krise, um sich auf eigene Stärken zu besinnen und auf neue Märkte auszurichten.

Für den Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW), Bertram Brossardt, bestätigen die Zahlen des jüngsten Ifo-Geschäftsklimaindex die Einschätzung der VBW: „Wir befinden uns mitten in der Rezession. Das Abschwungtempo verlangsamt sich, ein Ende der Talfahrt ist noch nicht absehbar,“ sagt Brossardt. Auch der VBW-Index hat mit 60 Punkten ein Rekordtief erreicht, im Herbst 2008 lag er noch bei 103 Punkten.

Auch der bayerische Maschinenbau ist von der Finanzkrise betroffen. Dennoch sehen sich die meist eigentümergeführten Unternehmen der Krise gewachsen, wie der VDMA-Landesverband Bayern ermittelt hat. „Der Abschwung vollzieht sich auf einer ausgezeichneten Basis mit guten Geschäften in den Vorjahren“, erläutert Elgar Straub, Geschäftsführer des VDMA Bayern.

Bayerische Metall- und Elektroindustrie erstklassig ausgestattet

So zeigt sich Brossardt ebenfalls zuversichtlich: „Die bayerische Metall- und Elektroindustrie verfügt über eine erstklassige Ausstattung von topmodernen Maschinen und Anlagen.“ Dem schließt sich auch der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil an: „In den letzten Jahren erzielte der bayerische Maschinenbau regelmäßig Rekordergebnisse. Damit dürfte die Branche über ein gutes Polster gegen die wirtschaftlichen Turbulenzen verfügen.“

Die bayerischen Betriebe sind laut Zeil weltweit Spitzenreiter in Technologie und Innovation. „Rund 20% der bayerischen Maschinenbauunternehmen gehören zu den Weltmarktführern innerhalb ihres Branchenspektrums“, begründet der Wirtschaftsminister seinen Optimismus, und weiter: „Die überwiegend mittelständische Struktur unserer Betriebe bietet gute Voraussetzungen für eine schnelle Erholung. Denn damit garantiert sie hohe Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.“

Siemens – Bayerns Industriekonzern Nummer eins hält sich gut

Recht gut schlägt sich derzeit Bayerns größter Industriekonzern Siemens. Das Unternehmen will im Geschäftsjahr 2009 das Vorjahresergebnis von 6,6 Mrd. Euro übertreffen. Wachstum will Siemens vor allem mit „grüner Technologie“ erreichen. „Die Entwicklung hin zu einer grünen Weltwirtschaft ist für uns eine Riesenchance“, sagte der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher auf der Halbjahres-Pressekonferenz des Unternehmens. Schon heute umfasse das Umweltportfolio des Konzerns Technologien mit einem Geschäftsvolumen von rund 19 Mrd. Euro, in etwa ein Viertel des Konzernumsatzes.

Erneuerbare Energien sind tragende Säule des Siemens-Konzerns

Eine tragende Säule des grünen Portfolios ist laut Unternehmensangaben die Division Renewable Energy, die im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ihren Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresquartal um 65% steigern konnte. Wesentlich dazu beigetragen hätten der Großauftrag des dänischen Energiekonzerns Dong Energy über 500 Offshore-Windkraftanlagen sowie der Auftrag der norwegischen Energieunternehmen Statoil-Hydro und Statkraft ( S. 11) über 88 Windturbinen für den Offshore-Windpark Sheringham Shoal in Großbritannien.

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