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Industriebericht

Der BDI reduziert seine Exportprognose von 3,5 auf 3 %

| Redakteur: Melanie Krauß

Die deutschen Exporte werden auf Basis der Einschätzung der Mitgliedsverbände des Bundesverbands der Deutschen Industrie e. V. (BDI) 2018 nur um 3 % steigen. Im Vorjahr waren es noch 4,6 %. Das ergab der neue BDI-Industriebericht.

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Während die asiatischen Schwellenländer und die USA ihre Exporte in diesem Jahr kräftig ausweiten konnten, blieb die deutsche Industrie hinter den Erwartungen zurück.
Während die asiatischen Schwellenländer und die USA ihre Exporte in diesem Jahr kräftig ausweiten konnten, blieb die deutsche Industrie hinter den Erwartungen zurück.
(Bild: © kamonrat – stock.adobe.com)

Am stärksten trugen in diesem Jahr die Ausfuhren in die Eurozone zum Exportwachstum bei. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten sie um 6,1 % zulegen. Der zweitstärkste Wachstumsbeitrag entfiel auf die Exporte in die restlichen EU-Mitgliedstaaten. Mit 3,5 % war die Steigerung der Ausfuhren jedoch nur unterdurchschnittlich. Auch die Ausfuhren in die USA lagen mit einem Anstieg von 2 % unter dem Durchschnitt. Die Asienexporte legten um 4,4 % zu.

Das Welthandelsvolumen soll laut BDI 2018 um 3,75 % steigen. Vor allem die asiatischen Schwellenländer und die USA konnten ihre Ausfuhren kräftig ausweiten. Die Länder Lateinamerikas, Afrikas und des Nahen Ostens partizipierten hingegen kaum am Wachstum des Welthandels. Die weltweite Industrieproduktion soll in diesem Jahr um insgesamt 3,5 % gegenüber dem Vorjahr steigen. „Das Wachstum wird zwar geringer ausfallen als im Vorjahr, aber besser als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre“, erläutert BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang.

In Deutschland erwartet der BDI für das laufende Jahr einen Anstieg der Produktion im verarbeitenden Gewerbe um 2,5 %. „Die deutsche Industrie konnte in der ersten Jahreshälfte kräftig expandieren, wird aber durch Sondereffekte wie neue Kfz-Zulassungsverfahren und die Witterung belastet“, so Lang. Mit einem Plus von knapp 4 % verzeichnete der Maschinenbau im Zeitraum Januar bis August die kräftigste Ausweitung der Produktion, gefolgt von der Elektroindustrie mit mehr als 3 %. Etwas unter dem Industriedurchschnitt lag hingegen die Produktionssteigerung in den Metall verarbeitenden Industrien.

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