Motek 2017 Der Leichtbauroboter muss schwer schuften

Redakteur: Helmut Klemm

Das intelligente Zusammenwirken von Menschen und sensitiven Robotern erschließt in zunehmendem Maß Möglichkeiten, Produktionsprozesse und -szenarien schnell zu verlagern, dabei an wechselnde Anforderungen anzupassen und den Automatisierungsgrad zu verändern.

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An einer Demonstrationsinstallation auf dem Messestand sollen verschiedene Funktionen von sensitiven Robotern vorgeführt werden.
An einer Demonstrationsinstallation auf dem Messestand sollen verschiedene Funktionen von sensitiven Robotern vorgeführt werden.
(Bild: Kuka)

Unter dem Motto „Hello Industrie 4.0 – adding HRC value to your production“ präsentiert der Anlagenspezialist Kuka auf der diesjährigen Motek in verschiedenen Anwendungsszenarien Möglichkeiten der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) – Human-Robot-Collaboration (HRC).

„Die Digitalisierung und die kooperative Vernetzung von Mitarbeitern und Maschinen wird die Arbeitswelt grundlegend verändern“, prognostiziert Henning Borkeloh, Vice President Advanced Technology Solutions bei Kuka Systems. Außer der Vollautomatisierung mit Industrierobotern werde es aber mehr Prozesse geben, bei denen flexible Lösungen mit sensitiven Robotern wirtschaftlich rentablere Optionen seien.

Ein solcher Fall von Mensch-Roboter-Kollaboration wird auf dem Messestand mit einem siebenachsigen Leichtbauroboter des Typs LBR iiwa vorgeführt, mit dem sich manuelle Prozesse in der Automobilindustrie – wie zum Beispiel die Demontage der Motorhalterungen – ergonomisch und effizient automatisieren lassen. Der Roboter übernimmt dabei die körperlich anstrengenden Aufgaben und öffnet über die Anbindungen an Cloud-Lösungen den Pfad zu Industrie 4.0.

MRK-fähige Roboterlösungen bieten Kuka zufolge eine große Chance, auf die sich stetig verändernden Anforderungen zu reagieren und Smart-Factory-Konzepte umzusetzen. Ortsflexible Robotereinheiten können dabei an verschiedene Einsatzorte gebracht und dort je nach Auslastung mit mehr oder weniger Bedienern kombiniert werden. Dadurch lässt sich der Automatisierungsgrad ad hoc verändern.

Auf der Messe werden verschiedene Funktionalitäten gezeigt: unter anderem von einem Leichtbauroboter, der Weißbier ausschenkt und laut Kuka beispielhaft den Datenverkehr via Cloud demonstriert.

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