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Antriebstechnik Der Motor wird zum Sensor

Redakteur: Carmen Kural

Mithilfe intelligenter Verfahren lassen sich beim Betrieb von Elektromotoren ohne Sensoren Daten gewinnen und zur gezielten Ansteuerung nutzen.

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Auch hinter innovativer Antriebstechnik steckt ein kluger Kopf – das scheint Prof. Matthias Nienhaus demonstrieren zu wollen.
Auch hinter innovativer Antriebstechnik steckt ein kluger Kopf – das scheint Prof. Matthias Nienhaus demonstrieren zu wollen.
(Bild: Universität des Saarlandes (Oliver Dietze))

Prof. Dr.-Ing. Matthias Nienhaus, Inhaber des Lehrstuhls für Antriebstechnik an der Universität des Saarlandes, hat seine Forschung spezialisiert auf intelligente Motoren, die eigenständig Messdaten liefern: „Wir machen den Motor zum Sensor und entwickeln damit eine neue Sensorkategorie“, so der Wissenschaftler.

In mehreren Projekten ist bereits erprobt worden, wie aus den Elektromotoren möglichst viele Daten zu gewinnen sind, die genutzt werden können, um Antriebe effizient anzusteuern oder den Betrieb von Motoren zu überwachen. Dabei wurden Verfahren entwickelt und zum Patent angemeldet, die Daten aus dem Motor aussagekräftiger machen und Störeffekte wie Rauschen herausrechnen.

Auf der Messe demonstriert Prof. Nienhaus und die an der Entwicklung des Konzepts beteiligte Arbeitsgruppe den derzeitigen Stand anhand einer Installation mit mehreren Rädern. „Wir können beliebig viele Räder einzeln ansteuern und dadurch zusammenarbeiten lassen“, sagt Nienhaus.

Die Koordination erfolgt über einen Microcontroller, der Daten von den Elektromotoren der Räder empfängt und verarbeitet. Je mehr Daten von den Motoren bekannt seien, desto besser könnten sie angesteuert werden, sagt Nienhaus und wendet sich einem nicht minder wichtigen Thema zu: „Auf der Hannover Messe suchen wir Partner, die mit uns die Räder für verschiedene Anwendungen weiterentwickeln.“

Universität des Saarlandes auf der Hannover Messe: Halle 2, Stand B46

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