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Gebrauchtstapler

Der neue „alte“ kommt aus dem Netz

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Einiges bleibt aber trotz digitaler Revolution beim Alten, erklärt die Geschäftsführerin: „Der Verkauf der Geräte findet immer noch auf dem klassischen Weg mit persönlichem Kontakt statt. Der Endkunde will den Gebrauchtstapler vor dem Kauf in der Regel noch einmal sehen. So wird, wie im Gebraucht-Pkw-Handel, der Kontakt über das Internet hergestellt, der Verkauf aber persönlich vollzogen.“ Hierfür steht auf der Plattform mittlerweile ein Angebot von über 30.000 Flurförderzeugen zur Verfügung, über das sich rund 2000 Fachbesucher pro Tag informieren.

Unterschiedliche Ansprüche bei Händlern und Kunden

Was ein Stapler haben muss, um auf der Plattform zum Verkaufsschlager zu werden, kann dabei sehr unterschiedlich sein, wie Nolte berichtet. Wenn Endkunden sich für das Gerät begeistern sollen, muss es in einem guten Zustand sein, was vor allem bedeutet, dass es gut aufgearbeitet ist, möglichst geringe Betriebsstunden hat und zwischen drei und fünf Jahren alt ist. Dazu kommen noch die zusätzlichen Konditionen wie Gewährleistung, Garantie und Service. „Das Händlergeschäft ist da ganz anders“, weiß Nolte. „Die Händler verkaufen sich die Stapler auch in unaufgearbeitetem Zustand und suchen häufig auch nach Exoten, die sie in den eigenen Beständen nicht haben.“ So lässt sich auch nur im Endkundengeschäft ein Trend ableiten, denn hier führen Vierrad-Gabelstapler mit Diesel- oder Elektroantrieb die Rangliste klar an.

Die Flaute nach der Krise

In den letzten Jahren litt der Markt gerade bei diesen gefragten Fahrzeugen unter einer Knappheit. Der Grund hierfür lag in einer der Charakteristiken des Gebrauchtgerätehandels: Viele Marktentwicklungen wirken sich erst zeitversetzt aus. So waren die Auslöser für die jüngste Knappheit die Kurzarbeit und die kleineren Produktionszahlen in den Jahren der Wirtschaftskrise zwischen 2008 und 2009. Die Modelle, die damals nicht gebaut und verkauft wurden, fehlten jetzt auf dem Gebrauchtmarkt. Diese Situation entspannt sich aber nun zunehmend und der Handel floriert wieder, versichert Nolte.

Deshalb bekommt die Geschäftsführerin jetzt auch wieder die Rückmeldungen, über die sie sich nach eigener Aussage am meisten freut: „Das sind immer die Fälle, in denen Kunden besonders viele Gebrauchtstapler in kürzester Zeit verkaufen konnten oder neue Kunden aus dem Ausland gefunden haben, die sie ohne Supralift niemals erreicht hätten. Aber es gibt auch Fälle, bei denen sich Käufer und Verkäufer im gleichen Ort befinden und erst über unsere Plattform zueinandergefunden haben.“

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