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Forschungsprojekt Der sensible Assistenzroboter

| Redakteur: Beate Christmann

Im Rahmen des Forschungsprojekts ASA-Rob haben es sich Wissenschaftler zum Ziel gesetzt, Robotern beizubringen, zwischenmenschlich sensibel zu agieren. Dazu wollen sie die Steuerungssoftware von mobilen Robotern in die Lage versetzen, den Aufmerksamkeitszustand des Gegenübers zu erfassen und folgerichtig mit einem adäquaten Verhalten zu reagieren.

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In der Interaktion mit dem Menschen sollten Assistenzroboter in der Lage sein, zu erkennen, ob ihr Gegenüber die Aufmerksamkeit gerade auf sie richtet oder nicht. Zudem sollten je nach Aufmerksamkeit entspreched angepasste Handlungen folgen. Dies wollen Wissenschaflter im Foschungsprojekt ASA-Rob den intelligenten Helfern nun beibringen.
In der Interaktion mit dem Menschen sollten Assistenzroboter in der Lage sein, zu erkennen, ob ihr Gegenüber die Aufmerksamkeit gerade auf sie richtet oder nicht. Zudem sollten je nach Aufmerksamkeit entspreched angepasste Handlungen folgen. Dies wollen Wissenschaflter im Foschungsprojekt ASA-Rob den intelligenten Helfern nun beibringen.
(Bild: Deniz Saylan)

Roboter sollen uns künftig bei alltäglichen Aufgaben unterstützen. Bis es soweit ist, müssen sie aber noch eine Menge lernen. Zum Beispiel, ob ihr menschliches Gegenüber gerade die nötige Aufmerksamkeit auf sie richtet, um mit ihnen zu interagieren. Den intelligenten Maschinen dies beizubringen, daran arbeiten Forscher im Wissenschaftsprojekt ASA-Rob (Aufmerksamkeits-Sensitiver Assistenz Roboter).

Objekte wahrzunehmen reicht nicht aus

„Dafür Es reicht sicherlich nicht aus, dass der Roboter, zum Beispiel per Kamera, einen Gegenstand selbst wahrnimmt und die Bewegungsabläufe beherrscht, um Objekte entgegenzunehmen oder weiterzureichen“, erläutert Sebastian Robert, der am Fraunhofer-Institut für für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB für die Gesamtleitung des Projekts zuständig ist. „Um sich erwartungskonform, also zwischenmenschlich kompatibel verhalten zu können, muss der Roboter auch erkennen, worauf sein menschliches Gegenüber gerade die Aufmerksamkeit richtet, und verstehen, welche Absichten er verfolgt“, sagt der Doktor der Staatswissenschaften.

Ziel: Aufmerksamkeitserfassung und adäquate Reaktion

Das konkretes Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Steuerungssoftware mobiler Roboter so zu erweitern, dass diese den Aufmerksamkeitszustand ihres Gegenübers erfassen und bei Bedarf durch entsprechende Aktionen beeinflussen können. In diesem Zusammenhang beschäftigt sich das interdisziplinäre Team mit verschiedenen Themen: Wie kann der Roboter am Ende Umgebungsinformationen erfassen, die für die Analyse des aktuellen Nutzerverhaltens relevant sind? Welche ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekte werden durch Projekt aufgeworfen und wie stellt man gleichzeitig eine Marktorientierung sicher? Zudem soll der Roboter am Ende ja in der Lage sein, intuitiv mit Menschen zu interagieren und insbesondere auch auf ältere Menschen zuzugehen. Dazu gehört neben Gesten auch die sprachliche Kommunikation in Form von Dialogen.

Als Testsystem für die exemplarische Umsetzung dieser Fähigkeiten dient der vom Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und Unity Robotics entwickelte Care-O-bot 4.

Projekt mit drei Jahren Laufzeit

Das Forschungsprojekt ASA-Rob wird mit rund 2 Mio. Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Begonnen hat es am 1. August 2017 und soll laufen bis zum 31. Juli 2020. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW, das Cognitive Systems Lab der Universität Bremen sowie die Unternehmen Unity Robotics und Sem-Vox. Als Unterauftragnehmer sind das Geriatrische Zentrum Karlsruhe sowie Geri-Net Leipzig eingebunden.

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