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Methoden Der Traum von der schlanken Organisation

Von Benedikt Hofmann

Nicht nur neue Technologien können die Effizienz in der Produktion erhöhen, sondern auch das richtige Managementsystem und die richtigen Methoden. Wir stellen Ihnen einige Beispiele vor. Von Operational Excellence bis Lean Manufacturing.

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Bei Toyota wird auch heute noch nach dem Toyota Production System (TPS) produziert.
Bei Toyota wird auch heute noch nach dem Toyota Production System (TPS) produziert.
(Bild: Toyota)

Sie möchten Ihre Produktion effizienter aufstellen und denken dabei als Erstes an die genutzte Hardware, die Maschinen und Einrichtungen, und vielleicht an Digitalisierung und entsprechende Prozesse. Das ist natürlich nicht falsch. Ein Aspekt fehlt aber in dieser Reihe und dieser bleibt zu Unrecht häufig unbeachtet: die organisatorische und prozessuale Ebene. Häufig lassen sich bereits große Potenziale heben, wenn man die zugrundeliegenden Abläufe und die Herangehensweise verändert. Um das zu erreichen, gibt es mittlerweile eine ganze Werkzeugkiste an erprobten Systemen, auf die Unternehmen zurückgreifen können.

Die wohl umfassendste Herangehensweise, der man sich in diesem Fall verschreiben kann, ist die Operational Excellence (OPEX). Diese bezieht nicht nur die Prozesse, sondern such Verhaltensweisen und die gesamte Unternehmensstruktur mit ein. Das Ziel am Ende aller Bemühungen ist dabei, eine Organisation zu erhalten, die sich in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess befindet. So sollen die Prozesse effektiver und effizienter werden. Das ist im Opex-Vorgehen allerdings kein Selbstzweck, sondern soll unter anderem den Kundenfokus stärken und zu einer größeren Kundenzufriedenheit führen. Opex betrachtet dafür nicht isolierte Bereiche, sondern sämtliche mit dem Wertschöpfungsprozess in Verbindung stehenden Prozesse. Als übergreifendes Modell, das sich nicht nur auf die Montage und Produktion, sondern auch auf den Materialfluss oder das Qualitätsmanagement anwenden lässt, steht Opex mit anderen bekannten Vorgehensweisen nicht im Konflikt, sondern lässt sich um diese ergänzen. Es stellt einen Maß­nahmenkatalog dar, aus dem jedes Unternehmen die für sich besten Herangehensweisen wählen kann.