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Solarenergie

Desertec nimmt offiziell die Arbeit auf

| Redakteur: Stéphane Itasse

Das Desertec-Gemeinschaftsunternehmen DII GmbH hat seine Arbeit offiziell aufgenommen, gegründet von zwölf Unternehmen und der Desertec Foundation. Ziel der DII ist eine zügige Umsetzung des von der Desertec Foundation geförderten Solarenergie-Konzepts.

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Bald geht es los: Die DII GmbH als Gemeinschaftsunternehmen zur Umsetzung des Desertec-Solarenergie-Projektes hat ihre Arbeit aufgenommen. Bild: Siemens
Bald geht es los: Die DII GmbH als Gemeinschaftsunternehmen zur Umsetzung des Desertec-Solarenergie-Projektes hat ihre Arbeit aufgenommen. Bild: Siemens
( Archiv: Vogel Business Media )

Die DII soll die Rahmenbedingungen für Investitionen entwickeln, die notwendig sind, um Nordafrika, den Nahen Osten und Europa mit Sonnen- und Windenergie zu beliefern, heißt es in einer Mitteilung der Konsortialmitglieder vom Freitag. Das langfristige Ziel sei, einen erheblichen Anteil des Strombedarfs für den Nahen Osten und Nordafrika sowie 15% des europäischen Strombedarfs zu erzeugen.

Paul van Son wird Desertec als Geschäftsführer vorantreiben

Die Gesellschafter haben Paul van Son zum Geschäftsführer der DII GmbH bestellt. Van Son habe in seiner rund 30-jährigen Laufbahn bereits verschiedene Management- und Geschäftsführerpositionen in der europäischen Energieindustrie bekleidet, unter anderem bei der Deutschen Essent und Econcern in den Niederlanden. Beide Unternehmen hätten sich in den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz einen Namen gemacht. Van Son ist außerdem Vorsitzender der „European Federation of Energy Traders (EFET)“ sowie Vorsitzender der Energy-4-all-Stiftung, die auch in Afrika aktiv ist, heißt es.

Van Son sieht in der Desertec-Vision einen entscheidenden Baustein für den Übergang zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Durch Zusammenarbeit und einen interkulturellen Dialog wolle DII eine Basis dafür schaffen, dass Investitionen in erneuerbare Energien und miteinander verbundene Stromnetze möglich werden.

Der Schwerpunkt der Arbeit werde auf den ökonomischen, technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen liegen, die für ein Umsetzungskonzept notwendig sind, kündigte er an. Mittels früher Referenzprojekte wolle man für die DII und andere Initiativen Erkenntnisse für weitere Umsetzungspläne sammeln.

Weitere Unternehmen sollen sich bald Desertec anschließen

Gründungsgesellschafter der DII GmbH sind ABB, Abengoa Solar, Cevital, Desertec Foundation, Deutsche Bank, Eon, HSH Nordbank, MAN Solar Millennium, Munich Re, M+W Zander, RWE, Schott Solar und Siemens. Weitere Unternehmen aus verschiedenen Ländern würden der DII schon in naher Zukunft als Gesellschafter oder Partner beitreten, um der Initiative weitere Unterstützung zu sichern. Sitz der DII GmbH ist München.

Die Gesellschafter der DII seien sich einig, dass wirkungsvoller Klimaschutz nötig ist. Torsten Jeworrek, Mitglied des Vorstands von Munich Re, sagte im Namen der DII Gründungsmitglieder, die Frage sei nicht, ob die Unternehmen etwas tun sollten, sondern wie sie einer weiteren Erhöhung der Treibhausgase in der Atmosphäre effektiv entgegenwirken könnten und wie dieses Ziel so erreicht werden könne, dass Ökonomie und Umwelt gleichermaßen profitieren würden.

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