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Metav reloaded 2020 Deshalb ist Automatisierung das Gebot der Stunde!

Autor / Redakteur: Nikolaus Fecht / Peter Königsreuther

Die Stückzahlen sinken, Fachkräfte fehlen und dann grassiert auch noch das Corona-Virus – wie soll man da noch Bauteile effizient bearbeiten? Antworten dazu liefert die Metav reloaded 2020...

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Automatisierung drängt! Auf der „Metav reloaded 2020“ vom 23. bis 26. März 2021 stellt GE Digital Tools vor, mit denen man Produktionsprozesse kontinuierlich verbessern und verschlanken kann.
Automatisierung drängt! Auf der „Metav reloaded 2020“ vom 23. bis 26. März 2021 stellt GE Digital Tools vor, mit denen man Produktionsprozesse kontinuierlich verbessern und verschlanken kann.
(Bild: GE Digital)

Zwei Worte werden in den Gesprächen im März 2021 sicherlich oft fallen: Automatisierung und Digitalisierung. Ihre Ideen und Lösungen für die effizientere Fabrik mit Zukunft verraten vorab Automatisierungsexperten von GE Digital, Open Mind und Siemens.

Drei Experten – ein roter digitaler Faden!

Im Juni erklärten Referenten auf einem Webinar zur Metav reloaded, wie sich die Produktion automatisieren und digitalisieren lässt. Den Einsatz digitaler Werkzeuge empfahl unter anderem Dr. Bernard Cubizolles, Senior Global Marketing Manager von GE Digital LLC aus dem kalifornischen San Ramon (USA): „Maschinenhersteller und ihre Kunden können damit Daten nutzen, die vorher entweder nicht zur Verfügung standen oder die nicht links liegen gelassen wurden.“

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Teilnehmer der virtuellen Konferenz fragten, ob sich ältere Systeme und Maschinen integrieren lassen. „Tatsächlich gibt es bei den meisten Anwendungen in Europa Maschinen, die vor langer Zeit installiert und in Betrieb genommen wurden“, stellt Cubizolles fest. Doch IoT-Techniken könnten in den meisten Fällen Anlagen in ein globales Informationssystem integrieren, das neue und alte Systeme kombiniert.

Es gab aber auch Bedenken wegen des hohen zeitlichen und finanziellen Aufwands. „Mit relativ geringen Investitionen können Unternehmen interne Ressourcen mit der Fähigkeit zur Skalierung einsetzen, um so dem Wachstum des Unternehmens zu folgen“, entwarnt der Experte, denn: „Es gibt heute Techniken, mit denen einfach bedienbare Lösungen entstehen, die lokale agierende Ingenieure dann bereitstellen.“

So hebelt man Hacker-Angriffe aus...

Leider nehmen Hacker-Angriffe im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu! Für GE Digital ist Cybersicherheit bei industriellen Anwendungen deshalb von höchster Bedeutung. Und sie hat mit der Pandemie noch an Bedeutung gewonnen. „Wir stellen unseren Kunden einen secure deployment guide (Leitfaden zur sicheren Bereitstellung) zur Verfügung, um ihnen bei der sicheren Implementierung unserer Software zu helfen“, erklärt Cubizolles. „Durch die Verwendung der neuesten Betriebssysteme und Releases senkt der Leitfaden das Risiko von Unterbrechungen. Redundante Failover-Konfigurationen vermeiden Ausfallzeiten und Informationslücken.“ Er empfiehlt außerdem den Einsatz einer Cloud, weil die Cloud-Infrastruktur all diese Probleme löse.

Vor allem aber bremste die Corona-Pandemie die Unternehmen aus, denn sie zwang die Hersteller zu neuen Arbeitsverfahren, die zu Störungen in Linien und Anlagen führten, die dann die Produktivität senkten. Die Einführung neuer Verfahren und Vorschriften, die in einigen Bereichen sehr streng sind, führte zu unproduktiven Arbeitszeiten für das Personal. „Immer mehr Maschinenbauer erkennen daher, dass eine Beschleunigung ihrer Digitalisierung im Zusammenhang mit der Pandemie für Wettbewerbsvorteile sorgt“, betont der Manager. Durch die Digitalisierung ihrer Maschinen erlangen die Hersteller außerdem eine umfassendere Kontrolle über ihren Maschinenpark, heißt es weiter.

Digitale Zwillinge helfen beim Kostensparen

Allerdings erfordere die digitale Transformation eine genauere Analyse der Daten, um Anlagen und Maschinen proaktiv verwalten zu können. Hier habe sich die Einführung digitaler Zwillinge der Maschinen bewährt, mit deren Hilfe sich diese Kosten senken lassen. Auf der Metav reloaded 2020 stellt GE Digital Entwicklungen vor, die den Einführungsprozess verkürzen. Dazu gehören beispielsweise so genannte Rapid Application Development-Tools, mit denen der Anwender seine Produktionsprozesse kontinuierlich verbessern und verschlanken kann.

Digitale Zwillinge setzte die Siemens AG aus Nürnberg sogar bei der Entwicklung einer neuen Steuerung ein. „Es wurde erstmals eine neue CNC-Generation vollständig virtuell entwickelt, getestet und optimiert, bevor eine Portierung auf die reale Hardware stattfand“, hieß es im Vortrag von Josef Hammer, Promotionmanager Machine Tool Systems. Der dadurch entstandene digitale Zwilling biete in Verbindung mit der Virtualisierung der Maschinenmechanik ganz neue Ansätze für die Entwicklung, den Vertrieb und den Einsatz von Werkzeugmaschinen. Es entstehe eine Familie von digitalen Zwillingen, mit der sich die gesamte Werkzeugmaschine von der Mechanik über ihr Verhalten bis hin zur Steuerung virtuell abbilden lässt.

Neue Aufgaben für den Digitalen Zwilling

Für diese Vorgehensweise spreche, dass die gesamte Entstehung einer Maschine von Konzeption, Validierung, Engineering, Test bis hin zu großen Anteilen der Inbetriebnahme rein virtuell ablaufen kann. Auf diese elegante digitale Art und Weise lassen sich Entwicklungsprozesse etwa bei Maschinenbau und Automatisierung parallelisieren, teure Prototypen vermeiden und nicht zuletzt Risiken durch virtuelle Inbetriebnahme in Büroumgebung verringern. Der Maschinenhersteller steigere so die betriebliche Effizienz und verkürze die Vorstellung des fertigen Endproduktes (time-to-market). Ebenso verbessere die durchgängige digitale Transformation den Vertrieb der Maschine, weil sich zum Beispiel Verkaufsgespräche mit dem Kunden und Konzeptdiskussionen auf Basis der virtuellen Maschine durchführen lassen.

Smarte Bewegungsführung und leichte Bedienbarkeit machen produktiver

Bei den Kunden komme die Lösung gut an, berichtet Hammer. So lobte beispielsweise die Elb-Schliff Werkzeugmaschinen GmbH aus Aschaffenburg den „effizienteren und flexibleren Innovations- und Engineering-Prozess“. Auch Siemens hat gegen Cyberangriffe mit Schutzmechanismen in Hard- und Software vorgesorgt. „Die neue CNC-Generation ist integriert in das Siemens-Industrial-Security-Konzept, das im industriellen Umfeld als Benchmark angesehen werden kann“, so der Manager.

Doch wie geht es weiter mit der Lösung, die auf der EMO Hannover 2019 ihre Premiere feierte? „Signifikante Produktivitätssteigerungen ergeben sich durch neue Funktionen der intelligenten Bewegungsführung“, erklärt Hammer mit Blick auf die Metav reloaded 2020. „Effizienz hat aber auch etwas mit Bedienung zu tun: Im März 2021 geht es daher ebenso um Neuigkeiten bei der Bedienoberfläche in Kombination mit neuen Maschinensteuertafeln.“

Durchaus 70 % Zeitersparnis mit Automatisierung möglich

Um auf Basis eines CAD-Modells ein entsprechendes NC-Programm zu erstellen, sind – abhängig von der Komplexität – zum Teil zahlreiche Schritte notwendig. Diesen Programmierprozess kann die Open Mind Technologies AG aus Weßling automatisieren, was nach eigenen Angaben den Zeitaufwand um 50 bis 70 Prozent senkt. Rico Müller, Projektmanager für CAD/CAM-Automation: „Viele unserer Kunden fertigen ein breites Teilespektrum. Auch in diesen Fällen entwickeln wir automatisierte CAD/CAM-Prozesse, die typischerweise durch interaktive Anwenderentscheidungen gesteuert werden.“ Dabei sei es möglich, die Qualität zu erhöhen, weil immer wieder auf bewährte Abläufe und Bearbeitungsstrategien zurückgegriffen werde und so die Fehlerwahrscheinlichkeit erheblich sinke.

Zeitenwende: Heute Programmierer, morgen Automatisierer

Die neue Technologie biete Kunden die Möglichkeit, eigene Automatisierungslösungen selbst zu erstellen. Ein gut ausgebildeter Anwender kann damit die Rolle eines Automatisierungsentwicklers übernehmen, ohne Coding-Kenntnisse oder Kenntnis einer Hochsprache. Diese so genannten Key-User erhalten Zugriff auf die gesamte Bandbreite der Automatisierung und können daraus ihren eigenen CAD/CAM-Prozess gestalten. Darüber hinaus bietet Open Mind an, Kunden bei solchen Projekten zu unterstützen oder auch komplette Projekte umzusetzen. „Durch dieses Zusammenspiel“, berichtet der Projektmanager Rico Müller, „ist es unseren Kunden möglich, ihr eigenes Fertigungs-Know-how in Automatisierungsprozesse einzubringen, und damit deutlich umfassender zu nutzen.“

Mit einer effektiven CAD/CAM-Automatisierung kann außerdem dem Fachkräftemangel in der spanenden Fertigung begegnet werden. Die Software ermöglicht es dem Anwender, Prozesse und Prozessketten als einfach zu bedienenden Ablauf bereitzustellen. „Dabei sind CAD/CAM-Programmierer mit entsprechender Erfahrung von zentraler Bedeutung, denn sie gestalten die Automatisierungsprozesse selbst und stellen diese zur Verfügung“, erklärte der Experte im Sommer 2020 auf dem Metav-Webinar. „Aber auch Anwender mit wenig Erfahrung können nach sehr kurzer Einarbeitungszeit diese Prozesse durchführen. Kleine Unternehmen profitieren genauso von dem Einsatz der Automatisierungslösung wie mittelständische Firmen oder Konzerne.“

Diesen Termin nicht verpassen!

Mehr über den aktuellen Stand der Automatisierungstechnologien des Unternehmens erfahren die Besucher der Metav reloaded 2020. Am 02. Dezember 2020 geben die Aussteller im Rahmen der Metav-Websessions zudem erste Einblicke in ihre Innovationen zum Thema Digitalisierung. Das Programm finden Sie unter hier.

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