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Exportmärkte Deutsche Auslandshandelskammer in Kiew gegründet

Autor: Stéphane Itasse

Exporteure aus Deutschland können auf eine bessere Unterstützung bei Geschäften in der Ukraine hoffen. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Matthias Machnig, der ukrainische Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel, Aivaras Abromavicius, und Staatssekretär Markus Ederer, Auswärtiges Amt, haben ein Regierungsabkommen zur Gründung einer Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer mit Sitz in Kiew unterzeichnet, wie das BMWi mitteilt.

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Die neue Deutsch-Ukrainische Handelskammer soll unter anderem die deutschen Exporte unterstützen.
Die neue Deutsch-Ukrainische Handelskammer soll unter anderem die deutschen Exporte unterstützen.
(Bild: Metinvest)

Mit der Unterzeichnung konnten die im Jahr 2013 begonnenen Verhandlungen abgeschlossen werden, wie es heißt. Die künftige Deutsch-Ukrainische Auslandshandelskammer (AHK Ukraine) werde die Aufgaben der bisherigen Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kiew übernehmen.

Impulse für die Ukraine durch EU-Freihandelsabkommen erwartet

Laut BMWi wird sie Bestandteil des weltweiten Netzes der deutschen Auslandshandelskammern mit derzeit 130 Standorten in 90 Ländern. Die Kammer soll sich verstärkt um die Interessen und Bedürfnisse ukrainischer Unternehmen kümmern und diese bei der Nutzung des zum 1. Januar 2016 in Kraft tretenden Vertieften Kooperations- und Freihandelsabkommen (DCFTA) zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten und der Ukraine unterstützen. Die AHK Ukraine werde durch Mitgliedsunternehmen aus Deutschland und der Ukraine getragenen und finanziell aus Mitteln des BMWi unterstützt.

Deutschland ist laut Mitteilung drittwichtigster Handelspartner für die Ukraine und unterstützt den ukrainischen Reformprozess. Mit der ab dem 1. Januar 2016 geplanten vorläufigen Anwendung des Freihandelsteils des Assoziierungsabkommens zwischen der Ukraine und der EU würden wichtige wirtschaftliche Wachstumsimpulse für die Ukraine erwartet.

Bund will Handel und Investitionen mit der Ukraine intensivieren

Machnig erläutert: „Deutschland unterstützt die Ukraine bereits auf ihren Weg der politischen und wirtschaftlichen Stabilisierung. Dieses Engagement möchten wir durch die Vertiefung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen ausbauen. Die Einrichtung einer Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer in Kiew kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Ihre Einrichtung ist ein Signal dafür, dass wir Handel und Investitionen zwischen unseren beiden Volkswirtschaften intensivieren möchten.“

Weitere Informationen zu Außenhandelskammern sowie zur Ukraine bietet das BMWi unter Institutionen der Außenwirtschaftsföderung und GTAI - Länderwissen zur Ukraine.

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