BDI-Außenwirtschafts-Report Deutsche Elektro-Exporte steigen 2007 um 8%

Redakteur: Jan Vollmuth

Berlin (jv) - Obwohl sich die Weltwirtschaft 2007 und 2008 leicht abkühlen soll, werden die deutschen Exporte der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie 2007 um 8% wachsen. Dies prognostiziert der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in seinem Außenwirtschafts-Report.

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Die deutsche Exportwirtschaft profitiert nach wie vor von einem günstigen außenwirtschaftlichen Umfeld: Seit 2003 nimmt die Weltproduktion mit Raten von durchschnittlich 4,8% zu, im vergangenen Jahr lag die Wachstumsrate mit 5% sogar darüber. Auch für 2007 wird mit einem globalen Anstieg zwischen 4,5 und 5% gerechnet. Dies wirkt sich unter anderem positiv auf die deutschen Exporte der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie aus, die nach einem kräftigen Zuwachs 2006 um 9% im laufenden Jahr voraussichtlich um 8% zulegen werden.

Exporte in den Osten werden weiter wachsen

Die Exporte in die EU werden weiter steigen, bleiben in ihrer Entwicklung aber unter dem Durchschnitt. Infrastrukturprojekte in Osteuropa und dem Mittleren Osten lassen die Ausfuhren in diese Regionen weiter kräftig wachsen. In der Region Asien-Pazifik wird es zu einer Abkühlung kommen, da insbesondere die Nachfrage aus China schwächer wachsen wird als bisher und der Markt in Japan aufgrund des niedrigen Yen-Kurses Probleme bereitet. Auch hier spielen Infrastrukturprojekte und Automatisierungstechnik die wichtigste Rolle für die Branche.

In den USA ist mit einer kräftigen Bremswirkung zu rechnen, ausgelöst durch den Immobilienmarkt. Für die deutschen Exporte wirkt sich hier auch der gestiegene Euro-Dollar-Kurs negativ aus.

In den USA ist das größte Risiko für die Weltwirtschaft zu sehen. Eine negative Entwicklung in den USA könnte zu einem flacheren Wachstum der Weltwirtschaft führen, als bisher unterstellt. Auf allen internationalen Märkten ist eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit Japans und der Dollar-Länder aufgrund der geänderten Wechselkursverhältnisse zu sehen.

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